Avatar von ej64
  • ej64

776 Beiträge seit 10.03.2004

Re: Das Problem heißt Usability.

cynism schrieb am 17. Juni 2012 23:52
> Jetzt sehe ich mich mit meinen 20 Jahren PC-Erfahrung nicht unbedingt
> als Laien.
Doch, du bist Linux-Laie.

> Nach diesem Versuch frage ich mich jedoch, wie ein solches
> System einen nennenswerten Marktanteil erringen möchte.
Wer möchte das? Vielleicht die Unternehmen, die Geld daran verdienen.
Aber Linus und Konsorten ist es ziemlich egal. Mir auch.

> Vielleicht
> würde das ja noch klappen, wenn Nutzer ohne Windows-Erfahrung (=
> unvoreingenommene Nutzer) an das System rangehen. Leider ist die Welt
> aber eine andere, und Windows nun mal das System, das alle kennen. Da
> klickt man für eine Java-Installation zwei Mal, und gut ist es. So
> lange sich die Linux-Systeme eine ganz andere Philosophie leisten,
> wird man halt
> weiter nur "Nischensystem" bleiben.
Wenn ich wollte, dass mein System wie Windows funktioniert, würde ich
mir Win drauf machen. Klingt blöd, ist aber so. Denk mal drüber nach.

Natürlich hat man einen Lernprozess zu absolvieren. Wer dazu nicht
bereit ist, sollte nicht darüber nachdenken umzusteiegn. Vielleicht
erstmal das System langsam kennen lernen und ein paar einfache
Aufgaben erlernen. Installieren geht üblicherweise aus dem Repository
über verschiedene Applikationen (Software-Center o.ä., aptitude,
apt-get usw.). Auch per Doppelklick kann man installieren, wenn man
ein .deb-File hat. Für Windows braucht du ja auch eine
Installer-.exe. Und die musst du dir erstmal im Netz aus
möglicherweise unsicheren Quellen suchen und runterladen.

Installieren und deinstallieren ist im Normalfall mit Linux viel
einfacher und sicherer. aber eben anders.

Ich bin froh, dass Linux sich "eine andere Philosophie leistet". Und
ein Nischensystem zu sein/zu haben hat auch Vorteile ...

Bewerten
- +
Anzeige