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  • Juhn Icks

mehr als 1000 Beiträge seit 05.11.2011

Verschlimmbesserung oder, wenn sich die Bürokratie einmischt

mia taugts schrieb am 31.03.2016 22:13:

Sie meinen in Ihrem Artikel einleitend, daß die Benutzer um Einwilligung gefragt werden.
In der Realität, wird aber in den meisten Fällen nicht um Einwilligung gefragt, sondern die Verwendung von Cookies mitgeteilt. Der Benutzer hat nach dem Motto "Friss Vogerl oder Stirb" keine Möglichkeit zuzustimmen oder abzulehnen.

Früher konnte man einfach in seiner Browserkonfiguration einstellen, dass man keine Cookies akzeptiert oder dass man jeden neuen Cookie einzeln abnickt und dabei festlegen kann, ob die Entscheidung auch für alle anderen Cookies derselben Site gelten soll.
Das geht zwar heute im Prinzip auch noch, aber wegen der neuen gesetzlichen Vorschriften muss man entweder überall Cookies akzeptieren oder bei jedem Besuch einer Site die Bestätigungsabfragen erneut wegklicken. Herzlichen Dank an die Bürokratie.

Und verkauft wird das dem Benutzer mit obskuren Argumenten
Und bevor die Mitteilung für den Benutzer lesbar ist, sind ein Grossteil der Übertragungen und Cookies schon gelaufen.

Darüber hinaus werden Nutzerdaten nicht nur in Cookies gespeichert, sondern auch in URL-Parametern, dynamisch erzeugten Links etc. Wenn man sich den Browser-String eines aktuellen Smartphones ansieht, kann man zusammen mit der IP damit einen Nutzer häufig bereits eindeutig identifizieren. Man braucht nur mal schauen, Welcher Freund, Kollege ein identisches Smartphone mit exakt der gleichen Hard- und Softwareversion hat. NACHTRAG: und durch die zunehmende Verwendung von https hilft da auch kein Privatsphärenschutz-Proxy wie Privoxy mehr, weil die alle kein https filtern können (und Squid ist für ein Smartphone zu fett).

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (02.04.2016 21:24).

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