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  • windowsucks

55 Beiträge seit 13.08.2003

Anfänger-Release mit vielen Baustellen

Bei Version 11.2 haben die Entwickler IMHO einerseits zu viel
Rücksicht auf Anfänger/Windows-Umsteiger genommen, andererseits viele
Baustellen offen gelassen: sax2 ist so kastriert, dass man weder das
automatisch erkannte Keyboard korrigieren noch den Virtual Screen
aktivieren kann. Beides ging in Version 10.0 einwandfrei. Alles in
die HAL zu verlegen, erscheint so als schlechte Idee. Oder zumindest
hat man da nicht zu Ende gedacht. Auch so praktische Dinge wie "move
pointer to focus" kann ich für die MS-Explorer-Maus nicht
einschalten. "yast2 keyboard" bringt keine Auswahl des Keyboard-Typs
(Cherry Cymotion linux), das Patchen der xorg.conf nach dem Muster
der xorg.conf aus Opensuse 10.0 hat auch nicht geholfen. Die
Anpassungsmöglichkeiten in den KDE-Einstellungen sind nur rudimentär.
 Damit verstärkt sich für mich erneut der Eindruck, dass OpenSUSE
seit dem Verkauf an Novell von Version zu Version zwar schneller,
aber auch schlechter wird. Anwenderfreundlichkeit sieht IMHO anders
aus: Schließlich gibt es neben Linux-Novizen gewiss eine Menge User
wie mich, die ihr Linux-System gerne individuell trimmen wollen und
dazu auch mal auf die Konsole zurückgreifen oder eine Config-Datei
händisch mit dem Editor anpassen. Die aber keine diplomierten
Linux-Experten oder Kernel-Hacker sind. Genau diese User aber werden
IMHO mit der 11.2 miserabel bedient.
Ich werde jetzt mal versuchen, wie OpenSUSE 11.1 mit upgedatetem KDE
4 läuft. Wird das 'ne Pleite, steige ich auf Ubuntu um oder bleibe
bei der OpenSUSE 10.0.

Tschüß!

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In dubio pro tux!


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