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  • Tastenakrobat

5 Beiträge seit 05.10.2005

Nach Löschen der SUSE-Partition funktioniert Windows-Installations-CD nicht mehr

Während die bisher von mir installierten Linux-Versionen bis SUSE
11.0 die Kennzeichnung einer Partition als aktiv nicht verändert
haben, ist das bei 11.2 anders. Dort wird standardmäßig die
Linux-root-Partition als aktiv gekennzeichnet. Das kann sehr
unangenehme Auswirkungen haben:

Da Linux immer hinter allen Windows-Partitionen liegen muß, damit
Windows die Platte nicht als defekt bezeichnet, habe ich es in
logischen Partitionen installiert. Weil ich mit dieser SUSE-Version
nicht ins Internet kommen konnte, wollte ich SUSE 11.0 wieder
installieren und habe daher die Linux-Partitionen gelöscht.

Um unter Windows mit TrueImage die SUSE-11.0-Partitionen zurückladen
zu können, mußte ich den MBR neu schreiben, damit der PC wieder
bootet. Aber die Windows-Installations-CD quittierte den Dienst: Nach
dem Start wurde der Bildschirm schwarz und die Festplatte lief auf
Hochtouren. Nach 10 Minuten habe ich das abgebrochen.

Wer sich nicht so genau auskennt, dürfte da in Panik geraten, denn
wie soll man nun den PC wieder flott machen?

Eine Untersuchung mit Knoppix und QTPARTED ergab, daß jetzt die
Extended Partition als aktiv gekennzeichnet war, was Unsinn ist, da
das ja nur ein Partitions-Container ist. Nachdem ich die C-Partition
wieder zur aktiven gemacht hatte, lief auch die
Windows-Installations-CD wieder.

Daß SUSE 11.2 die aktive Partition an sich reißt, ist ziemlich
versteckt. Wenn unmittelbar vor der endgültigen Installation die
gewählten Parameter angezeigt werden, muß man auf BOOT klicken und
dann auf "Boot loader options". Dort findet sich der Schalter "set
active flag in partition table for boot partition", welcher
angeschaltet ist.

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