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Re: Immer noch kein bootfähiges SATA

iMil schrieb am 24.06.2019 12:55:

wobei sollte das Problem sein, wenn man ein Image, das für den PI-4 funktioniert, so anpasst, dass das System eben von der SD bootet und sich dann das System von einem per USB angeschlossenen Gerät holt?

Muß man halt machen. Ich hab leider vor ein paar Stunden lernen müssen, dass auch der neue RPi 4 kein echtes ARM-Device ist sondern nach wie vor ein VC-Device, auf dem die ARM-Prozessoren nur Gäste sind.

Es sollte aber doch zu verstehen sein, dass die Situation im Vergleich zu vorher (alles hinter dem einen einzigen USB2-OTG-Port und Netzwerk auch USB) eine völlig andere ist.

Nun ist Netzwerk auf einmal per RGMII angebunden (externer PHY) und der MAC sitzt im SoC und USB ist nicht mehr intern sondern hockt als USB3-Host-Controller hinter einem PCIe-Bus. Jetzt muß halt irgendwer bei RPi Trading ThreadX-Treiber schreiben, damit der Kram so funktioniert wie vorher. Und das kostet Zeit.

Und ist irgendwie auch wirklich ärgerlich an der ganzen RPi-Plattform: dass hier talentierte Menschen ihre Zeit mit einem proprietären Mist namens VideoCore und ThreadX vertun, nur weil diese Plattform halt aus Versehen anno 2011 auserkoren wurde und der Upton nie nen harten Schnitt machen wollte, um sich von dieser proprietären Hölle zu lösen und in die Open Source Welt zu wechseln...

Video-Decodierung auf dem RPi 4 anno 2019: Immer noch Daten über das proprietäre /dev/vchiq-Device Richtung ThreadX schaufeln, das die Finger auf der Video-Engine hat. Und mit Kameradaten läuft der proprietäre Mist in die andere Richtung über das gleiche Interface.

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