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Re: Es könnten unglaublich viel Ressourcen gespart werden...

heikom36 schrieb am 27.10.2018 02:27:

Da ich auch weiterhin Mensch bin und Empathie habe, wehre ich mich dagegen den Mensch als "Teuer" anzusehen - jeder Mitarbeiter sorgt für Gewinn oder dafür, dass anderen wieder ermöglicht wird Gewinne zu erarbeiten (die Reinigungskraft, der Hausmeister,... - die, die das Umfeld am Leben erhalten).
Auch ein Grund, warum ich den kaufmännischen Teil nicht mag. Ich bin nicht fähig Menschen "abzuzocken" - auch mich selbst, verkaufe ich dummerweise immer zu günstig ^^ - ich WEISS ES, mache es aber immer wieder. Ob es ein Fehler von mir ist - ich weiß es nicht. Ich fühle mich aber echt besser wenn ich nicht zu viel für meine Leistungen verlange. Ich mache meistens Webdesign und Pflege für kleine gewerbetreibende oder Vereine. Ich kenne die Preise der Konkurrenz und empfinde es teilweise als Frechheit - nix gegen Hochpreisiges, wenn wirklich eine komplexer Auftritt erstellt wird, der auch viel hauseigene Codingarbeiten braucht - aber 95% der Webseiten sind schlichtweg nichts anderes als moderne Visitenkarten - da kann man auch nen Editor zu Hilfe nehmen um nicht selbst die unzähligen CSS/PHP-Seiten/Scripte zu schreiben. Warum das Rad 2x erfinden wenn man NICHT MUSS? Das am Ende ein scheiß Code rauskommt - SCHEISS drauf! Das es nicht so gut fürs google-Ranking ist - SCHEISS drauf - es sind Vereine und kleine Unternehmen. Da ist es nicht wichtig, dass die im 600km entfernten Ort auf Platz 1 zu sehen sind.
Viele Komkurrenten in meinem Umfeld, einige nichtmal mit Ausbildung im Bereich, nehmen unverschämt hohe Preise, nutzen die gleichen Editoren, nennen sich professionelles Webdesign und ich erkenne da jedesmal das "One-Klick-Template".
Da bekomme ich echt nen Hals weil ich es schon wirklich als Wucher ansehe da dann nen 4-stelligen Preis für eine Standardinstallation verlangt, die eigentlich jeder in 1-2 Stunden hinbekommt.
Ich, der ein Kleingewerbe betreibt, bin vielleicht auch der bessere Kaufmann... ich halte mich eigentlich noch an den Grundgedanken der Kaufleute: FAIR mit dem Kunden umgehen und nicht frech melken...

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einen Mensch vor mir stehen habe, der auch hart für sein Geld arbeitet und ich ein schlechtes Gewissen habe den über den Tisch zu ziehen obwohl ich es bei echt fast jedem Kunden machen könnte. Die meisten wissen wirklich nur, wo der Rechner eingeschaltet wird, wie man den Browser startet und ne Adresse eingibt. Ist ja auch nicht schlimm - warum sollte der Personal-Trainer ein IT-Fachmann sein. Der nutzt die Freizeit um sich in seinem Bereich weiterzubilden um am Markt zu bestehen - und eben das ist ja das, was ich ja eher verkaufe - das Wissen und Weiterbildung. Man holt ja auch den Handwerker nicht, weil man kein Bock zur Arbeit hat - zu 99% holt man ihn, weil man einfach nicht weiß, wie es geht oder die Werkzeuge fehlen.

Sorry für den Roman... Schreibflash... andere bekommen den Fress- oder Lachflash ^^

Das ist sehr löblich deine Einsicht, aber leider ein typisches Rezept für Konkurs: Wer die Kosten und zur gleichen Zeit den Gewinn nicht beachtet und wertet, dem geht früher oder später die Kohle aus. Reserven muss man haben und genügend für seine Leistungen zu verlangen ist auch sehr wichtig.
Und es ist nicht richtig, dass jeder hart für sein Geld arbeitet, viele die sehr gut verdienen kriegen ihr Geld leicht und es ist eine naive Einstellung dass man umso härter arbeiten muss desto mehr man verdient, das ist die Perspektive eines nicht so hellen Arbeiter. Heute muss man nicht hart, sondern smart arbeiten. Hirn brauchen, nicht muskeln. Nicht jedes Hinderniss muss zerstört oder weggeschoben werden, sondern kann auch umgangen werden, nicht wie viel Zeit man einsetzt zählt, sondern was man damit erreicht.

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