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  • text_processor

4 Beiträge seit 19.08.2019

Die Rendering-Pipeline

Richtig erkannt hat der Autor, dass PDF-Rendering eine Einbahnstrasse ist.
Er hat diese Einsicht aber nicht zu Ende gefuehrt.
Der Weg von der Semantik oder, in MVC-Termini, dem Modell-, Domaenen- oder Business-Layer, oder wie Sie das nennen wollen, zum UI-Rendering ist auf ganzer Strecke nicht bijektiv; sollte er auch nicht sein.

Der entscheidende wunde Punkt in den Dokumenten-Workflows unserer Gesellschaft ist, diese Einsicht zu ignorieren. Beim Rendering-Prozess entsteht Entropie und die geht nicht mehr weg.

Die Loesung besteht darin, aus der Semantik das UI-Rendering vollautomatisch zu bauen. Aus versioniertem semantischem Input, mit einer versionierten Bau-Toolchain. 100% reproduzierbar. Dann rendert man genau dann, wenn man's braucht und wirft es anschliessend wieder weg (Feng-Shui, adios Entropie). Wenn Sie Angst haben, Ihre Produkte wegzuwerfen, taugt Ihr Bauprozess nix.

An VCS- und Bau-Werkzeugen scheitert es nicht.
Syntaktische Text-Darstellungen zwischen Semantik und Pixeln?
- LaTeX
- DocBook
- Markdown
...

Das docx-Zip-File auseinanderschrauben um dann permutations-verseuchte XML-Dateien zu versionieren? Schaurig.
Und wie geht das in gradle, aus docx pdf zu machen?

Meint Ihr wirklich, es sei richtig, Word zum Massstab fuer enterprise-taugliche Dokumenten-Verarbeitung zu machen?

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