Avatar von Eulenreich
  • Eulenreich

488 Beiträge seit 27.08.2001

3D-Revolutions: Microsoft's WinFs Versprechen

Wenn man die Grafikmöglichkeiten in zwei Jahren bedenkt (Microsoft
sieht verschiedene Ansichtsstufen vor: Die beste soll 128 Mb auf der
Grafikkarte benötigen), und die Variabilität der Darreichungsformen
von Informationseinheiten durch WinFs, und dann noch dazu die
fantastisch einfache Programmierbarkeit durch die neu gegliederten
WinFX-Apis,  und die schon fertig integrierten Dienste auf jedem PC
(Sql-Server, Synchronisierungsdienst, Indigo-Netzverbind,
Rule-basiertes InfoManagement): Da können ganz einfach und schnell 3D
animierte Zugriffsarten für die Benutzer programmiert werden.

Ich denke mir zwei kleine Kameras oben am Monitor, die genau
errechnen welchen Ordner der 3D-Brille tragende Benutzer im
virtuellen Raum vor dem Bildschirm mit seiner Hand herauszieht:
Gesten basiertes Interface!

Irgendwo bei Microsoft hatte ich eine abstaktere Spezifikation über
das WinFs Datenmodell gelesen, die sich ganz nach objektorientierter
Vererbung in der Datenbank anhört: Also lassen sich die .Net-Objekte
durch einen Einzeiler im WinFs fehlerfrei und einfach abspeichern.
Dazu die neue Einfachheit der Gui-Programmierung, ich glaube Xuml
heisst es: Das alles übt einen kaum zu widerstehenden Reiz auf jeden
Entwickler aus.

Microsoft hat meiner Ansicht nach richtig analysiert, dass der
Benutzer, der ja zukünftig sein ganzes Leben mit allen Bildern,
Filmen und Tönen abspeichern soll, nach kurzer Zeit mit solch einer
Datenmenge auf einem eindimensional hierarchischem Filesystem kaum
mehr etwas anfangen kann. Dazu macht auch Seth eine tiefgreifende
Analyse:
http://www.gnome.org/~seth/storage/associative-interfaces.pdf

Wenn dann, wie ich vermute die dreidimensionalen Applikationen sehr
schnell, sehr perfekt da sind - die Developerkits werden Ms jetzt
schon aus der Hand gerissen - dann wird Linux für jeden
Desktop-Anwender flach und antiquiert aussehen - also nur noch Server
SeLinux-2.6.

Aber ich bin gespannt, was Steve Jobsens X in zwei Jahren im
Mackasten hat.

Warum Microsoft ganz gegen bisherige Gepflogenheiten in seinem neuen
Office 2003 auf den offenen Standard XML gesetzt hat, wissen wir
jetzt endlich: Mit InfoPath und WinFs-Extensions (Datenbank Trigger)
ist es leichter Business-Logik zu implementieren. Damit wird die
Geldmaschine also nicht nur den privaten Desktopler begeistern!
Denken wir auch an WindowsRightsManagment (keine Kopie etc...) im
Zusammenhang mit Geschäftsgeheimnissen. Das wird alles in 2 Jahren so
durchdrücken, dass 5 Milliaden Dollar Gewinn in drei Jahren
lächerlich aussehen werden - aus Redmonder Sicht.

Vor Windows1995 gab es auch schon das schnelle Warp-OS/2. Welch eine
Wiederholung, steht der IBM Konzern schon wieder auf der falschen
Tux-Seite? Oder prescht IBM mit Commitment voran statt sich intern zu
bekriegen wie vor 10 Jahren?

Eine riesige Tsunami kommt geplant, langsam und unaufhaltsam auf uns
zu:
.Net - Xml Office 2003 - Trusted Computing - WinFs - Indigo -
WRightsManagment
Bewerten
- +