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"Mitschwimmen" unter den Radfahrern

Nach meiner Erfahrung ist es nicht so, dass es eine informelle Richtgeschwindigkeit von 25 km/h unter den Radfahrern gibt. Dass etliche Zweiräder mit 25 km/h unterwegs sind, liegt meines Erachtens an den vielen Pedelecs. Unter den Radfahrern, die noch ganz klassisch strampeln wie ich, variiert die Geschwindigkeit von vielleicht 15 km/h bis 35 km/h. Ein nicht personalisiertes Google Maps scheint übrigens bei der Berechnung der Zeit für eine Fahrrad-Route von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h auszugehen.

Bei klassischen Radfahren muss man schließlich noch bedenken, dass die Steigung und der Wind auch eine Rolle bei der jeweils tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit spielen. Längst nicht alle Städte sind so flach wie Hannover.

Ich halte deshalb die These, dass es eine Art informelle Richtgeschwindigkeit von 25 km/h auf Radwegen gibt, für falsch. Es dürfte prinzipiell nicht möglich sein, eine Geschwindigkeit zu ermitteln, bei der Roller im Radverkehr "mitschwimmen".

Die Radwege müssen deshalb auf jeden Fall deutlich breiter werden. Ich wäre außerdem dafür, an Hauptstraßen ein generelles Halteverbot zu erlassen und sämtliche Parkbuchten zurückzubauen. Dem Autoverkehr in den Innenstädten könnte man am besten damit beikommen, dass man den Parkraum verringert und die Parkgebühren so erhöht, dass es deutlich billiger wird, am Stadtrand in S- und U-Bahnen einzusteigen statt mit dem Auto zu fahren.

Was nun die E-Roller-Fahrer betrifft: Die sollten die Tatsache nicht vergessen, dass knapp 40 % des deutschen Stroms aus der Verbrennung fossiler Energieträger stammt. Ja, auch ihr tragt zur Erderwärmung bei, wenn ihr mit dem E-Roller zum Kiosk fahrt und solltet ein schlechtes Gewissen dabei haben.

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