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  • JeyJ

417 Beiträge seit 23.07.2008

Wo ist der Pioniergeist geblieben?

Wo bleiben die für die 1990er und 2000er Jahre noch typischen, enthusiastischen Linux Installationsparties?
Wo sind die ganzen Menschen, die rein aus Neugier und empfundener Mitmenschlichkeit Software schreiben, die für alle nützlich ist?
Das Erfolgsmodell Open Source ist ein Kampf Einzelner. Die Gemeinschaft der Schaffenden scheint zerbrochen.
Heute schreiben wenige Leute nützliche Dinge, von denen viele viel erwarten.
Aber die Aufbruchsstimmung, der Geist, etwas neues und bleibendes zu bewirken scheint zerstört zu sein. Vielleicht ist es die globale Terrorabwehr, die ständig wachsenden Sicherheitsprobleme von Systemen oder die Hetze nach ständig neuen Dingen, die dem zarten Pflänzchen den Garaus gemacht hat.
Was auch immer es ist, die Leute hören nicht einfach so damit auf.
Viele schreiben heute für den Raspi. Eine kongruente Plattform, die Kontinuität und Spaß verspricht. So schön kann Feierabend sein :-)
Aber die Sicherheitslücken, von denen Torsten spricht, die braucht niemand. Vielleicht ist es doch besser, zu den elitären Nerds zu gehören, die mit Dingen umgehen, von denen die breite Masse nichts versteht. Wobei eine Nische keine Garantie bietet, sicher zu sein.
Das Ganze zeigt doch, wie wichtig persönliches Engagement im Vergleich mit Millionen Dollar sind, die Shuttleworth in sein Ubuntu steckt. Am Ende kommt dabei nichts besseres raus als das, was die Debian Leute auf eigene Kosten programmieren. Eher das Gegenteil.
Wir brauchen die Menschen, die neues erfinden, denken und programmieren.
Auch wenn der Dank nicht finanziell bedeutsam ausfällt.
Sicherheit gibt es nirgends. Aber Ubuntu hat nie versprochen, ein Rundum Sorglos Paket zu sein, wie Torsten es hinstellt.
Wichtig ist, sich dessen bewusst zu sein. Nicht, es zu verdammen.

Schönen Sonntag noch.

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