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Re: Der Preis agiler Entwicklung und modularer Architekturen

Exxtreme2 schrieb am 28.09.2017 20:35:

Agil und instabile APIs bedingen sich jetzt nicht unbedingt einander. Dieses Phänomen gibt es eigentlich auch nur bei "Skriptsprachen" ala JS oder PHP.

Und auch wenn der letzte Abschnitt des Artikel doch sehr ein Missfallen an der Instabilität der APIs zeigt, das Problem ist, die Unternehmen, die auf JS, Microservices und dem letzten JS-Framework hinterher jagen, haben idR. sehr viel Geld und Manpower.

Das sind meiner Meinung nach eher die jungen Entwickler, die alles ganz spontan und dynamisch machen wollen. Techniken, mit denen sich Strukturen erzwingen lassen, sind out. Das betrifft nicht nur den Compiler mit einer statischen Typisierung, sondern auch Datenstrukturen: Relationale Datenbanken sind viel zu unflexibel. Wir brauchen NoSQL! XML Schemata? Out! Wir machen alles freihändig in JSON! usw. usw.

Das liegt meiner Meinung daran, dass sich unerfahrene Entwickler schlicht nicht vorstellen können, dass sich das alles, was sie gerade umsetzen, sich einmal ändern wird oder zumindest ändern könnte. Sobald es ans Refactorn geht, rächt sich die fehlende Möglichkeit durch technische Maßnahmen an bestimmten Stellen Stabilität zu erzwingen. Wer jemals einen Microservice basierte REST-Architektur refactorn musste, der weiß gute alte SOAP-Webservices auf einmal zu schätzen.

MfG

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