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Avatar von Casandro
  • Casandro

mehr als 1000 Beiträge seit 04.05.2000

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Themen die eigentlich durch sind...

... trotzdem noch immer wieder als Untote zum Leben erweckt werden.

Das typische Beispiel sind Blockchains. Klar, man kann Logeinträge aneinander hängen, nur wenn man das kann, kann man auch komplett neue Logs schreiben. Dagegen hilft eine Form der Veröffentlichung, wenn jeder die Hashes nachvollziehen kann, dann kann man alte Hashes nicht mehr ändern. (Dann braucht man aber auch keine Blockchain)

Weitere Ideen um das abzusichern endeten bislang im Desaster. Das beste Beispiel ist "Proof of Work" welches davon ausging, dass jeder ungefähr gleich viel Rechenleistung hat, und somit das Mining gleichmäßig über alle Teilnehmer des Netzes verteilt wurde. So bald man damit aber "echtes" Geld verdienen konnte haben Leute mit etwas mehr Geld einfach mehr Hardware gekauft, was dazu führte, dass die dadurch mehr Geld bekommen haben, was zu einer positiven Rückkopplung führte in der man immer mehr Strom in immer weniger "Geld" umsetzte.

Ein Fehler der in Bitcoin vermieden wurde, waren "Smart Contracts". Die Idee eines Programmes welches als eine Art "Notar" die Einhaltung von Verträgen überwachen könnte scheint auf Anhieb sehr spannend zu sein... bis man bemerkt, dass das Halteproblem nicht gelöst ist, und man somit nicht sagen kann, ob ein gegebenes Programm das macht, was man erwartet. Sprich man hätte Verträge bei denen man mathematisch nachweisen kann, dass man sie nicht verstehen kann. Bei klassischen Verträgen kann das auch auftreten, für den Fall gibts jedoch Richter und ein Justizsystem. Bei Smart Contracts hat man das nicht.

Somit sollte das Thema eigentlich längst durch sein, ähnlich wie bei Biometrie.

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