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  • Babba the Bitfolder

170 Beiträge seit 01.04.2021

Wenn selbst erfahrene C++ Programmierer auf andere Sprachen umsteigen ....

... dann hat C++ ein inhärentes Problem. Victor Kirilov aus Bulgarien hat selber am C++ Compiler (Bloat!) mitgearbeitet, kennt C++ wie seine Westentasche, will aber auch nicht mehr.

Sein Talk: "C++ as Assembly 2.0 - Hello Nim - Viktor Kirilov - code::dive 2019"

https://youtube.com/watch?v=8SoJR3sCaR4

Der Talk zeigt sehr eindrücklich, wo bei C++ die Probleme liegen. Im Grunde geht es nur noch darum, welche Dinge der ja riesigen, aber restlos veralteten C++ Codebasis noch mitgenommen werden, bevor dann reihenweise Mitglieder die C++ Community in Richtung Rust, Crystal, Nim, Cython, F* verlassen. Oder die C++ Programmierer schlicht aus Altersgründen die Szene verlassen. Neulinge tun sich C++ jedenfalls nicht mehr an, soviel ist klar!

Sogar Microsoft geht mit dem Projekt Everest wieder einen Schritt zurück und entwickelt in F* (Fstar), was ein Transpiler nach C / OCaml / F# ist. C wird hier nur als portabler Makroassembler mißbraucht. Die Programme, die F* erzeugt, sind aber durch die Möglichkeit einer "formal verification" im mathematischen Sinn - nachweislich sicher. Also auch hier: "Back to the roots". Bei C++ ist "formal verification" aufgrund der Komplexität der Sprache prinzipiell nicht möglich. Wir werden mit C++ [u]niemals auch nur ein einziges, nachweislich sicheres Programm schreiben können. Die Sprache muß also weg, früher oder später!

https://en.wikipedia.org/wiki/F*_(programming_language)

https://www.microsoft.com/en-us/research/project/project-everest-verified-secure-implementations-https-ecosystem/

Viel Spaß mit dem Talk!

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