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  • DvHinHH

162 Beiträge seit 06.09.2015

bei der KI-Diskussion fehlt die zweite Komponente...

das, was heut als KI gehypt wird, ist kaum mehr als Muster-Erkennung im großen Stil. NN zur Handschriften-Erkennung auf Briefen gabs schon vor mehr als 20 Jahren. Heutzutage kann man recht leistungfähige Anwendungen an einem Nachmittag zusammenklicken. Ich erinnere mich an eine Zeile in einer Beshreibung für maschinelle Text-Auswertung '... wir brauchen natürlich ausreichend viele Proben echter Texte. Dazu laden wir den Korpus des englisch-sprachigen Wikipedia herunter...'
Was fehlt ist die planende Komponente - wozu das Ganze? Der kleinste Käfer und der Mensch haben zwei Ziele gemeinsam: Fressen und Vögeln (Reihenfolge evtl individuell verschieden oder saison-abhängig). Dafür wird die Muster-Erkennung gebraucht. Es geht nicht darum, auf einem Bild ein Kätzchen zu erkennen. Es geht darum 'ich habe Hunger - kann ich das Kätzchen fangen und essen - oder ist es zu groß und ich sollte lieber stiften gehen'.
Sind die Steine, die ich auf meinem Weg liegen sehe, Hindernisse oder kann ich mir daraus eine Treppe bauen, die mich dem Ziel schneller näher bringt.
Intelligent wird die Sache dann, wenn der Rechner Pläne zum Lösen von Problemen entwickeln kann, die er nicht vorher gelernt hat.
Fußball-spielende Roboter sind auch 'nur' ML-Anwendungen.
Richtig eng wird es erst, wenn ein treppensteigender Roboter entscheidet 'ich nehm jetzt mal den Fahrstuhl'...

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