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  • Enrico Weigelt

814 Beiträge seit 29.11.2017

Re: Ein Kernel ohne Treiber ist nicht viel wert

Dr. Sheldon Cooper schrieb am 20.01.2018 20:29:

Treiber sind mit Microkernel aber auch einfacher zu realisieren (Grafikhardware mal ausgenommen), weil der größte Teil des Codes im Userspace läuft, wo es wesentlich mehr Convenience gibt.

Ich weiß ja nicht welche "Convenience" Du da haben willst, aber ich finde Linux-
Treiberentwicklung ziemlich einfach. Übrigends gibts auch da Userland-Treiber - macht
aber nur an wenigen Stellen Sinn. Gerade dort wo es Security- oder Safety-Relevant
ist und verschiedenste Geräte eng zusammen hängen, bringt die Isolation ins Userland
mehr Schmerzen als Vorteile. Fängt zB. schon beim Power-Management an. Und
Performance und Effizienz (gerade bei Mobilgeräten sehr wichtig) wird damit auch
nicht besser.

Wenn man schon einen Microkernel will, dann bitte auch gleich aus den wichtigen
Lektionen der Unix-Geschichte lernen und Plan9 nehmen. Da haben wir gleich IPC
mit datengetriebenen Modell (synthetische Filessysteme) vereint - und das ist wiederum
für Mobilgeräte (zB. App-Isolation, Vernetzung, Hotplug in Docks, etc) sehr hilfreich.

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