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  • helli72

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Re: Wozu eine PowerShell für Linux?

Nicht falsch verstehen. Ich stelle nicht die PS in Frage. Unter Windows sehr gut integriert. Die tatsächlich anfallenden Aufgaben im täglichen Admin-Leben sind mit der PS trotzdem aufwändiger. Ein einfaches

vi /etc/dienst.conf

systemctl reload dienst

und nebenher ein

tail -f /var/log/dienst.log

tippt sich zwangsläufig schneller, als mit der PS in der Registry zu wühlen oder ewig lange Kommandos eintippen zu müssen, weil das Auto/Tab-Complete Müll ist.

Bei Kommandos wie

Set-IrgendwasWiederGanzLangesWeilSichDasDerMicrosoftAzubiAusdachte

nerven total!

Entweder vergewaltigt man seine Tab-Taste oder man muss sich alles merken und tippt fast den ganzen Befehl, wenn ab einer bestimmten Buchstabenfolge noch 1000e Varianten existieren. Nervt. Total. Wirklich. Hoffentlich dauert der Fix nicht so lange wie das CMD/PS-Fenster, das Jahrzehnte nicht normal vergrößert/-kleinert werden konnte.

Mit Bash-Completion gibt es auch unter der Bash Autocomplete in den Optionen.

Die Eleganz der Syntax in einem PS-Script streite ich ja nicht ab, aber hier wie dort muss wohl jeder für einen persönlichen Shell-Prompt eine Suchmaschine fragen, wenn dies nur einmal jährlich gemacht wird. Das sind keine Argumente für oder gegen.

Unter Linux/Unix ist die PS durchaus für laufende Scripte geeignet, ergänzt also mehr ein Perl, Python, Ruby und Co.

Den Login von /bin/sh durch ein /bin/ps ist und bleibt dagegen ein No-Go. Unter Linux greift niemand auf die Registry zu. Gibt keine.

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