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  • amnesie

mehr als 1000 Beiträge seit 28.05.2003

Re: Also bei uns war da ein ganz simpler anderer Ansatz erfolgreich:

bananensaft schrieb am 15.12.2017 07:50:

amnesie schrieb am 14.12.2017 16:10:

pn schrieb am 14.12.2017 15:57:

Und der ging so:

- Stellenprofil und Stellenanzeigetext schreibt der (fachkompetente) spätere Vorgesetzte, nicht "Personaler"

- Eingehende Bewerbungen, die in etwa zum Stellenprofil passen, gehen direkt an den späteren Vorgesetzten, und der sucht auch aus, wen er zum Gespräch einlädt

- Bewerbergespräche führt der (fachkompetente) spätere Vorgesetzte, "Personaler" sind nur als Zuhörer dabei (oder um um ggf. mal eine Frage nach arbeitsrechtlichen Formalien zu beantworten)

Schon fertig. Erspart den Bewerbern wirre Gespräche mit Leuten, die von Technik nichts verstehen - und erspart den Vorgesetzten, von "Personalern" Bewerber geschickt zu bekommen, die von Technik nichts verstehen (aber dafür vielleicht ganz toll in Bezug auf hippe "Personaler"-buzz-words punkten).

Das ist sicherlich ein guter Weg, nur kostet er halt den zukünftigen Chef ziemlich viel Zeit. Oftmals haben die auch besseres zu tun als Bewerbungen sichten (zumindest behaupten sie das; das Thema Personalaufbau sollte ein Kernthema von Management sein).

Zu einem Chef, der sich nicht die Zeit nimmt, sein Team zusammenzustellen, will ich gar nicht.

Du willst einem solchen Chef zumuten, dass er alle Bewerbungen ungefiltert auf den Tisch gelegt bekommt? Auch die offensichtlichen Nieten? Inklusive der Dokumentation, warum er eine Bewerbung sofort aussortiert (das Antidiskrimierungsgesetz lässt grüßen)?

Am Ende soll HR ordentlich vorfiltern und sich um den ganzen Papierkrams kümmern. Die Fachabteilung bekommt die vielversprechendsten Kandidaten vorgelegt und dann geht's weiter. Als Fachabteilung würde ich mir aber nicht die Zuständigkeit für den kompletten Bewerbungsprozess ans Bein binden wollen.

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