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  • Firebyte

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Re: Spielprogrammierung: Fenster

Dann Vergleiche doch einmal

Mir sind solche Fälle bekannt. Und selbst wenn ASM immer Faktor 2 schneller ist, als C++, dann würde trotzdem die Entscheidung in den meisten Fällen auf C++ fallen. In der heutigen Zeit (2017) ist nämlich Rechenzeit um Magnituden billiger, als Entwicklungszeit. Mir fallen spontan nur sehr wenig Use-Cases ein, bei denen es sich lohnen würde, Faktor 2-5 in speziellen Codeabschnitten durch sehr teure Entwickungszeit und Wartbarkeit herauszuholen. Im Backend? Lieber ein Server mehr. Skaliert es nicht, gibt es andere Baustellen, an denen zu Arbeiten wäre.

Bei einer GUI-Anwendung ist das vielleicht noch tolerierbar.

Bei welcher Anwendung hast du denn 100% CPU Auslastung über Stunden in einem sehr kleinen Code-Bereich? Spezialanwendungen. Wartbarkeit!

Ich mag es nur nicht, wenn man diese pauschal als das Maß aller Dinge ansieht und dementsprechend alles andere daran misst.

Wer hat das getan? Auf der anderen Seite mag ich es nicht, wenn man irgendwelche Spezialanwendungen als Maß aller Dinge nimmt. GUI Entwicklung ist zumindest ein großer Zweig der Informatik (Gibt sogar einen Studiengang "User-Interaction-Design".

Ich kenne deine Oma nicht. Dennoch bin ich mir sicher, dass sie ein Telefonat oder gar einen Besuch jedem Userinterface vorzöge.

Ja, per Telefon-Push Mails abrufen. Hört sich sinnvoll an.

Milliardenschwere Nischen.

Genau das. Wenn man sich als Anfänger dahin orientieren möchte, kein Problem. Aber für einen C++ Entwickler uninteressant.

Weil C ein Subset von C++ ist - mit Einschränkungen, die der Weiterentwicklung geschuldet sind.

Nein, das ist es nicht. Es geht nicht nur um die reine Code-Ausführung, sondern auch um Programmierparadigmen. Oder wie erklärst du dann, dass man in beiden Sprachen komplett andere Ansätze für das Iterieren durch ein Array verfolgt? Zudem ist die Aussage falsch. C++14 und C++17 sind teilweise nicht Abwärtskompatibel.

auto x {1, 2}; // was std::initializer_list<int>, now ill-formed

Oder die Weitsicht zukünftige Konkurrenten „dumm“ und damit auf Abstand zu halten.

Bjarne Stroustrup sagt mehrmals in einen Vortägen, dass er es für schwer hält, Programmierer, die durch C "versaut" wurden, an moderne Paradigmen zu gewöhnen. Und sorry, aber ich halte seine Aussagen für aussagekräftiger, als deine.
Ich verweise gern nochmals: https://www.youtube.com/watch?v=_wzc7a3McOs&list=PLHTh1InhhwT7J5jl4vAhO1WvGHUUFgUQH&index=2

Es geht nicht darum, ob er es tut, sondern darum, dass er es kann.

Du sagtest immer noch nicht, warum. Ich jedoch lieferte das Gegenargument: Ich habe C gelernt, ich habe Assembler gelernt, ich wünschte aber manchmal, dass es nicht so wäre und ich ohne Vorbelastungen an C++ gehen könnte.
Ein ganz wichtiger Punkt ist eben auch die Wartbarkeit. Z.B. gibt es auf Stackoverflow eine Diskussion, was sinnvoller ist: 4 << 1 oder 4 * 2, da ersteres idr. schneller ist. Es wird aber trotzdem ganz klar zweiteres Favourisiert. Quelle: http://stackoverflow.com/questions/6357038/is-multiplication-and-division-using-shift-operators-in-c-actually-faster - ich zitiere: "+160 - for "your coworkers will thank you later." Und selbiges lässt sich (im Regelfall) auch auf deinen Assembler-Code anwenden. Und einem Anfänger bringe ich erst die Basics bei, bevor wir uns dann Spezialanwendungen ansehen - ich möchte ja nicht abstreiten, dass es sie gibt.

Das Standardargument um andere zu diskreditieren.

Einfach nur schon zu oft erlebt. CDU Mentalität. Wegen solch Menschen haben wir tätsächlich noch Cobol und konsorten im Umlauf. Die Angst vor Neuem (und damit Unbekanntem) ist aber menschlich, man sollte aber wissen, dass man sie überwinden muss. Ich wollte dich damit aber nicht beleidigen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.01.2017 10:04).

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