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  • Shepherd

mehr als 1000 Beiträge seit 17.02.2000

Re: Scheiss auf die Computer Forensik.

Hamiller schrieb am 5. Oktober 2005 10:09

> lakali schrieb am 4. Oktober 2005 22:37

> > Jetzt zu meiner eigentlichen Frage, wenn man als Zeuge einfach sagt
> > das man alles vergessen hat ? Darf man dich dann trozdem "Beugen" ?
> > Oder nur wenn man sagt, ich weis zwar alles aber ich sags nicht.

> Das Gericht müßte schon einen begründeten Verdacht haben, daß Du mehr
> weißt, als Du zugibst zu wissen, und in den meisten Fällen werden sie
> dann eher erst mal nachforschen, ob Du unter Druck gesetzt wurdest
> oder evtl. selbst in die Sache verwickelt bist.

> MfG
> Hilmar Blonn

Also nochmal ganz langsam. Es geht um die Situation, dass du, obwohl
du unschuldig bist, vermeinden möchtest, dass die Ermittler Zugriff
auf deine Daten bekommen. Deshalb die Verschlüsselung. Wenn das
Gericht der Meinung ist (sich von  der Staatsanwaltschaft überzeugen
lässt), dass die Daten auf deinem PC ein wichtiges Beweismittel in
einem Verfahren gegen einen Dritten darstellen, kannst du gezwungen
werden, (notfalls mit Beugehaft oder Zwangsgeld) den Schlüssel 
rauszurücken. Richtig?

Ausweg1: Schlüssel vergessen. Ob natürlich glaubhaft machen kann,
dass man das Passwort, was man täglich benutzt gerade am
Gerichtstermin vergessen hat, dürfte zweifelhaft sein.

Ausweg2: Du müsstest das Gericht davon überzeugen, dass deine Daten
unerheblich für die Beweisaufnahme sind. Wie du das natürlich machen
willst, während du mit aller Kraft zu verhindern suchst, dass die
Ermittler Zugriff darauf haben, ist  mir ebenfalls schleierhaft.

Fazit: Wenn sie es wirklich wollen, können die Ermittlungsbehörden
dich sehr wohl zwingen, deine Daten preiszugeben.

Oder?


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