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  • vecirex

70 Beiträge seit 01.12.2017

Ungünstig: Am 14. Juni 2015 wurden 28'800 Stimmen mit E-Voting erzeugt

Ungünstig an dieser Argumentationslinie ist, dass am 14. Juni 2015, Abstimmungsdatum RTVG, 28'800 Stimmen mit E-Voting erzeugt wurden und in die Gesamtendergebnisse eingeflossen sind.

Nun kommt aber nicht nur erschwerend hinzu, dass alle bis dahin und heute eingesetzten Systeme universelle Wahlfälschung ermöglicht haben, sondern, dass das System Unisys bzw. "Consortium" eingestellt wurde, weil es Stimmgeheimnis nicht zuverlässig schützen konnte.

Das System war damals in 9 Kantonen im Einsatz, die waren: Aargau, Freiburg, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Solothurn, Thurgau und Zürich.

Diese alleine haben damals zusammen 9 184 Stimmen (over 9 000) auf dem Kanal E-Voting generiert, mit einem System, das kurz darauf eingestellt wurde.

Die NZZ berichtet nur drei (!) Monate später, dass das System eingestampft wird:

https://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/e-voting-system-rueckt-in-weite-ferne-1.18616762

Die Differenz Ja und Nein beim RTVG war:

1128522-1124873 3649

Und eben: das System Genf wird nun auch im Februar 2020 eingestellt, das anderen fünf Kantonen (einschliesslich sich selber) schon damals Teilergebnisse in die Endergebnisse reingespült hat und zwar mit knapp an die 20k klar over 9 000.

Bis heute weisen die Kantone nicht transparent aus, wieviele Stimmen Ja und Nein auf dem Kanal E-Voting konkret in die Gesamtendergebnisse einfliessen. Ein Vergleich zu den anderen Kanälen und auch Kantonen und Gemeinden ist somit nicht debattierbar. Der Raum für Spekulationen ist damit weit offen. Da E-Voting aber nie flächendeckend betrieben wurde (was aber Ziel ist), und das Wissen um die Verbreitung und Existenz von praktischem E-Voting beschränkt ist, hielten sich solche Diskussionen bisher in Grenzen. Kritsch aber war die Lage schon bei frühen Vorlagen, wie du schon zeigst. Auch die Masseneinwanderungsinitiative wurde im Übrigen nur knapp angenommen.

Jüngst ist aufgefallen: im Kanton Aargau gab es doch bedeutende Deltas InlandschweizerInnen <-> AuslandschweizerInnen, wobei Letztere E-Voting zu 67% genutzt haben sollen - im Februar 2019. Die anderen 33% der AuslandschweizerInnen haben die Briefwahl genutzt.

Wie auch immer man das nun erklären will - der Raum für Spekulationen ist frei; Handschriftliches gibts von den Aargauer AuslandschweizerInnen nur zu 33% der Stimmabgaben, weil eben Briefwahl:

https://twitter.com/kantonaargau/status/1094565196306223104

(Die Differenz zu InlandschweizerInnen hat je nach Gemeinde bis zu ~ 10% erreicht.)

Hier die offiziellen Zahlen zu allen Versuchsbetrieben, bei der Bundeskanzlei:

https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/politische-rechte/e-voting/versuchsuebersicht.html

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (02.04.2019 13:24).

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