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  • paco9

mehr als 1000 Beiträge seit 05.09.2004

Adressierung

danque schrieb am 03.04.2019 22:06:

paco9 schrieb am 03.04.2019 09:20:

Man sollte zuerst fragen, welchem Kommunikationsstandard ich mich anschließen möchte.

Grundsätzlich ACK.

Ich würde aber deiner Prämisse noch folgende Frage voran stellen: Welche UID nutzt der Kommunikationskanal?

Die Identifikation eines Hauses im Dorf ist idR. durch die Hausnummer gegeben - da klingelt niemand anhand von GPS-Koordinaten. Im administrativen Bereich gabs/gibts bspw. eine Personenkennzahl (DDR) bzw. eine Personenkennziffer (Bundeswehr).

Allen gemein ist eine eindeutige numerische ID, die ich befürworte.

Solange sich also nicht eine allgemeinverbindliche und anerkannte ID (eben ähnlich einer GSM-Nummer) etablieren lässt, braucht man sich über mangelnde Zulaufzahlen bei alternativen Diensten nicht zu wundern. Die zwanghafte Dezentralisierung ist dabei zwar ein gutes Argument, aber kontraproduktiv, wenn der Messenger die halbe Welt mit superabstrakten Methoden und megaindividuellen Adressaten erreichen soll.

Wo ist das Problem? Ob man nun Telefonnummern oder XMPP-Adressen austauscht.

XMPP-Adressen sind sogar noch einfacher zu merken:

hans.wurst@provider.de

Kann ich mir einfacher merken als Telefonnummern.

Auch die Registrierung ist einfach, meist wird nicht einmal eine Emailadresse benötigt. Einfach Name & Passwort vorschlagen und fertig, ein Klick. Das machen die Clients oft selbst, ohne dass man noch über Webseiten gehen muss.

Man kann sich theoretisch das auch noch sparen, wenn Namensteil anhand der Telefonnummer generiert wird und das Passwort client-intern automatisch verwaltet wird. So ähnlich wie bei Whatsapp.

Geht alles

Das Bedürfnis über Hausnummern angesprochen zu werden hatte ich noch nicht. Meist leben auch mehrere Personen im Haushalt.

Es spricht aber nichts dagegen, Chatadressen in Telefonbüchern zu publizieren, wenn man Fremde finden will bzw. selbst dort aufgefunden werden will.

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