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  • Captain Data

mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2003

Ist Abwärtskompatibilität an sich eine Achillesferse?

Eine der Kernforderungen in der IT ist ja, möglichst die
Abwärtskompatibilität sicherzustellen. Das ist nicht immer umsetzbar,
wo es aber realistisch ist und wenig Mehraufwand bedeutet, ist dieses
"Feature" gegeben.

Der Privatkunde kennt das Thema "Abwärtskompatibilität"
möglicherweise vom PC her: selbst für Windows 95 geschriebene und
damit fast 20 Jahre alte Software kann noch unter Windows 7 bzw
Windows 8 zum Laufen gebracht werden (Kompatibilitätsmodus), indem
eine entsprechene Umgebung simuliert wird. Andere kennen das Leid
vielleicht bei den Spielkonsolen: teuer erworbene Spiele für eine
Konsole lassen sich nicht immer (und immer öfter nicht) auf dem
Nachfolger abspielen. Und dann gibt's da noch das riesige Feld der
Heimkinoanlagen ...

Damit etwas abwärtskompatibel ist, müssen die Funktionalitäten und
die Umgebung hard- und softwaretechnisch gegeben sein, entweder durch
noch immer vorhandenen Code / Hardwarearchitektur oder durch die
Emulierung derselbigen. Je mehr Jahre die Abwärtskompatiblität
abdecken muss, desto veralteter sind in der Regel diese Dinge, damit
sind auch Sicherheitslücken denkbar. Und natürlich ist auch die Soft-
oder Hardware, für welche die Umgebung zwecks Abwärtskompatibilität
geschaffen wurde, veraltet und weist damit entsprechende
Sicherheitslücken auf.

Anders ausgedrückt steht die Frage im Raum: ist Abwärtskompatibilität
generell ein potentielles Einfallstor für Schadprogramme?
Sicherheitslücken, die zum damaligen Zeitpunkt nicht erkannt waren,
könnten heute aufgedeckt und ausgenutzt werden, wie etwa beim Thema
"Bash" (Heise berichtete). Wie sieht's da aus, was kann man tun? Kann
man was tun?

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