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  • Stuxxx

340 Beiträge seit 12.07.2013

Re: Interessant, warum gibt es einen Umleitungsfehler

van Grunz schrieb am 25.04.2018 11:47:

Stuxxx schrieb am 25.04.2018 11:38:

Und wenn du nicht nachverfolgen kannst, welche Inhalte für die Nutzer interessant sind, wie erzeugst du dann mehr davon?

Indem ich mich an das vorgegebene Motto halte. heise hat sich auf die Fahnen geschrieben, über Computer und deren Sicherheit zu berichten.

Das kann ich auch ohne User-Tracking!

Klar, du kannst auch einfach ins Blaue hinein veröffentlichen und hoffen, dass das schon irgendwie funktionieren wird. Trendthemen ausmachen, Conversions ermitteln (Klick X -> Klick Y -> Neuer Abonnent), Probleme erkennen (mittels Absprungraten)... alles eigentlich unnütz.
Von Tracking bin ich auch nicht begeistert, aber User-Tracking != User-Analytics.

Webseiten wie Heise werden ja nicht zum Spaß betrieben, sondern um Umsatz zu generieren...

Das leidige Argument...mir kommen gleich die Tränen.

Ich bin Abonennt im Hause heise und deswegen nicht einmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich sämtliche Werbung hier rausbügele. Ich weiß nur noch nicht, wie ich die blöden Telepolis-Kaffee-"Artikel" blockiere...

Nur weil du aus einer anderen Branche kommst und deswegen nicht vom Erfolg einer Webseite abhängst, ist das kein Grund den Wunsch anderer Geld zu verdienen einfach abzutun. Ich hab bisher noch keine halbwegs vernünftige Antwort auf "das leidige Argument" gehört, die eine Alternative bieten würde. Und nein, "das ist nicht mein Problem" und dann weitermeckern ist keine.
Noch dazu dürfte der überwiegende Teil der Leserschaft von heise.de kein Abonnement haben (mich eingeschlossen), mit denen muss also irgendwie trotzdem Umsatz generiert werden, sonst funktioniert das nicht.

Über Werbung und (in diesem Fall) neue Abonnenten. Jetzt erkläre mir mal, wie das Geschäftsmodell ohne Werbung und ohne Analytics funktionieren soll.

Wie früher™?

Da hat man sich über Inhalte und Seriösität definiert. Das einzige Tracking und der Erfolgsgarant war die Reichweite eines Blattes, sprich, die Auflage.

Wie viel auf den eigenen Servern los ist, das kann man auch ohne Webseiten-Tracking feststellen.

Und lamentieren dass früher™ in der guten alten analogen Zeit alles besser war ist jetzt in wie weit eine Lösung? Damals haben Zeitschriften - wenn überhaupt - mit ein paar anderen lokalen Blättern konkurriert, die meisten Leser hatten Stammpublikationen denen sie treu geblieben sind.
Heute hat jeder (insbesondere in der IT) jederzeit Zugriff auf extrem viele Fachpublikationen aus der ganzen Welt, die alle miteinander konkurrieren. Wenn du die dadurch fehlenden Abonnenten nicht mit Werbung ausgleichst und Tracking einsetzt um auf Teufel komm raus zu optimieren, dann war es das eben.
Nichtsdestotrotz und zurecht sind Heise-Medien in Deutschland immer noch als die seriöseste Quelle für IT-Nachrichten bekannt.

Wie viel auf den Servern "los ist", klar kannst du das mit Logs feststellen. Du siehst dann, das jemand die URL "https://www.heise.de/" aufgerufen hat. Woran erkennst du dann ob die Seite gleich wieder geschlossen wurde, weil das Laden zu lange gedauert hat? Wie lange der Besucher gesucht hat, um einen bestimmten Link zu finden? Welche Bereiche besonders interessant waren? Welche interaktiven Komponenten er genutzt hat? Ob es Darstellungsfehler auf dem Gerät gab?
Die Logfiles sind für sowas so hilfreich wie die Abfahrtsliste eines Bahnhofs, wenn es um die beliebtesten Zugstrecken geht.

Dass das aus Nutzerperspektive nicht optimal ist ist klar, aber diese Strukturen haben sich in den letzten Jahren ja nicht grundlos entwickelt.

Und deswegen muß man sie kommentarlos hinnehmen?

Das ist für mich nicht akzeptabel.

Das verlangt ja keiner, benutz' doch Werbeblocker wie du lustig bist. Trotzdem ist das aus guten Gründen Stand der Technik einer Branche, und daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, ob dir das nun passt oder nicht.

Richtig. Womit wir wieder bei meiner Kernaussage wären, dass solche Fehler komplexe und nicht unbedingt sofort ersichtliche Ursachen haben.

Ab hier drehen wir uns im Kreis, denn die einzig logische Lösung, dem Problem mit Komplexitätsreduzierung zu begegnen, hast Du gerade erfolgreich wie Asche im Wind verstreut.

Try again.

Jo. Du hast auch viel weniger Probleme mit deinem Auto, wenn du den Motor einfach ausbaust. Reduziert ja die Komplexität.

Wie wär's einfach damit zu leben, dass manche Systeme komplex sind weil diese Komplexität erforderlich geworden ist? Und dass eine (von mir gefühlte, subjektive) Verfügbarkeit von 99,99% absolut in Ordnung ist?

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