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  • awg

mehr als 1000 Beiträge seit 08.06.2002

Die Originaldaten sehen etwas anders aus (Link inside)

Hier gibt es einen Artikel von einem der Autoren mit seinen
Messwerten:
> http://sansforensics.wordpress.com/2009/01/15/overwriting-hard-drive-data/

Aus den beiden Tabellen für ältere (nicht uralte!) und aktuelle
Laufwerke ergibt sich, dass in Datenbereichen, die nur einmal
beschrieben und dann durch Überschreiben gelöscht wurden, einzelne
Bits mit einer Wahrscheinlichkeit von 92% bei älteren, und 87% bei
neueren Laufwerken rekonstruiert werden können. 
Selbst bei aktuellen Laufwerken können einzelne Bits nach dreimaligem
Überschreiben noch zu 64% rekonstruiert werden. 

Ein ASCII-Text enthält z.B. genug Redundanz, um lesbar zu bleiben,
wenn nur 87% der Bits richtig rekonstruiert werden. 

Ich finde, dass diese Rekonstruktions-Wahrscheinlichkeiten
erstaunlich (und erschreckend) hoch sind, und in einem erstaunlichen
Widerspruch zu den eindeutigen Schlussfolgereungen des Autors stehen. .
.
Und ich würde zu einer ganz anderen Schlussfolgerung kommen: Um die
Rekonstruktionswahrscheinlichkeit zu reduzieren, sollte man eine
Platte VOR der ersten Benutzung vollständig mit guten Zufallszahlen
beschreiben, z. B. mit einer TrueCrypt-Partition. Damit wird die
Wahrscheinlichkeit zur Rekonstruktion von Daten, die nur einmal
überschrieben wurden, schon erheblich reduziert. 

Zum Löschen sollte man sie wieder vollständig mit (anderen!)
Zufallszahlen überschreiben. 


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