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Re: Noch eine zweite Geschichte: AMD in China

Erlenmayr schrieb am 11.07.2018 22:57:

China baut Klone von AMD-CPUs.

https://lkml.org/lkml/2018/6/9/115
https://en.wikipedia.org/wiki/Epyc#Chinese_variants
https://www.theregister.co.uk/2018/07/10/amd_china/

Es wird gemunkelt, daß es nur wegen den US-Exportsanktionen dazu kam.

Ok. Aber weniger interessant. China baut ja nicht seit gestern CPUs. Dass sie dazu übergehen werden wieder einen feuchten Keks auf Patente und ähnliches zu geben, sobald sie von der Gegenseite nichts mehr bekommen, war eigentlich klar.

Auf der anderen Seite sehe ich es zum Teil positiv was gerade in der Wirtschaft passiert. Man kann da der Trompete nur danken.

Zölle sind ja eigentlich gut für die Binnenwirtschaft. "Freier" Handel hat schon immer nur dazu gedient, um ein paar reiche Händler noch reicher zu machen. Die große Masse der Bevölkerung hat wenig davon.

Das Problem ist nur, dass es uns (Schland) aufgrund der jahrzehntelangen Wirtschaftlichen Fehlpolitik böse erwischen wird. Hätten wir einen ausgeglichene Haushalt, hätten wir viel weniger Ärger mit eingeschränktem Welthandel. Aber wir produzieren ja nichts für uns, unsere Binnenwirtschaft ist ein Witz. Durchschnittliche Deutsche sind auch arm im Vergleich [ https://www.quora.com/Why-is-everything-so-cheap-in-Germany ], was aber auch kein Wunder ist bei den absolut krassen Billiglöhnen die es hier gibt. Damit können wir uns ja kaum das Zeug leisten was wir herstellen (was aber auch keinen Unterschied machen würde, da man ein Drittauto, oder Industrieanlagen als Privatmensch kaum brauchen würde). Das Positive daran ist, dass es langfristig zu einem Umdenken führen könnte. Es ist einfach nur dumm hochwertige Waren und Dienstleistung, die viel Know-How erfordern (was wir hier an den Unis zum Glück "verschenken"), gegen "bedrucktes Papier" (oder gar nur das Versprechen "später" mal "bedrucktes Papier" zu erhalten!) mit dem Ausland zu tauschen. Da Schland selbst praktisch keine Rohstoffe besitzt, und es auf Dauer nicht möglich sein wird im Billiglohnsegment mit dem aufstrebenden Ausland mitzuhalten, sollte sich Schland darauf konzentrieren sein zum Glück bisher noch nicht komplett vor die Wand gefahrenes Bildungs- und Forschungssystem zu retten, wieder auszubauen, und langfristig so etwas wie "Consulting" ans Ausland zu verkaufen. Im Rahmen eines solchen Projekts sollten natürlich auch wir anfangen CPUs zu entwickeln.

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