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Avatar von fathermckenzie
  • fathermckenzie

658 Beiträge seit 01.12.2015

Systemd funktioniert halt einfach und ist schnell

Ich kann mit sudo service start/stop/restart Dienste steuern, klappt super. Wenn ich überlebenswichtige Dienste abschieße, werden sie neu gestartet.

Sonst kriege ich von systemd nicht viel mit. Und das finde ich sehr gut: Das heißt eigentlich, dass es seinen Job ganz gut macht.

Was ich aber vor allem mitbekommen habe, ist, dass Linuxdistributionen seit den letzten Jahren deutlich schneller starten. Das ist so angenehm, und ich glaube, dass das einiges mit dem Init-System zu tun hat.

Monolith und fette Software klingt zwar nicht wirklich gut, ich glaube aber, dass diese Architektur auch irgendwelche Vorteile hat. Vermutlich geht das zulasten der Modularität und Wartbarkeit, allerdings zugunsten von anderen Dingen, wie z. B. Performance.

Die im Artikel beschriebenen Sicherheitslücken haben außerdem nichts mit der Architektur von systemd zu tun.

Ich habe oft das Gefühl, systemd wird etwas zu Unrecht verteufelt. Wenn die Architektur mit gängigen Prinzipien bricht, ist das natürlich nicht ganz schön, weil es Entwicklern schwerer fallen dürfte, ins Projekt einzusteigen. Aber alles, was ich bis jetzt gegen systemd gelesen habe, konnte nicht wirklich konkrete Nachteile bescheinigen. Ich glaube nicht, dass systemd eine besonders schlechte Codequalität hat, sonst hätte es nicht auch so viele Befürworter in der Open Source-Szene und wäre nicht so verbreitet. Und die Wartbarkeit einer Architektur ist meistens nur realativ subjektiv einzschätzbar.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.01.2019 22:56).

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