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  • goebelmasse

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Ausgerechnet Google…

Ausgerechnet Google, diese Klitsche…

…die Javascript-Bibliotheken und Fonts von Google einbetten lässt, um möglichst große Teiles des Webs in eine für Nutzer intransparente Trackingengine für Google zu verwandeln;

…die zuvor mit ihrer gefühlt überall verbauten Reklamepest große Teile des kommerziell betriebenen Webs in eine Trackingengine für Google verwandelt hat;

…die an dieser Tracking- und Menschenverdatungsmöglichkeit aber noch nicht genug hatte, und dann mit allen Mitteln der Gewalt versucht hat, diesen (gottseidank!) Rohrkrepierer namens Google+ einzuführen, damit auch wirklich überall neben den Fratzenbuch-Klickknopfimitationswanzen mit Däumchen neue Guhgell-Klickknopfimitationswanzen mit Doppelplusgut verbaut werden mögen – und in diesem datensammelneurotischen und geschäftstüchtigen Ansinnen auch nicht davor zurückschreckte, YouTube-Kanalbetreibern jahrelang die Möglichkeit zur Moderation von Kommentaren unter ihren Videos zu nehmen, wenn sie keinen Google+-Account aufmachen; und

…die als US-Unternehmung die größte mindestens pseudonyme (auf Google+ herrscht nach wie vor Klarnamenszwang) Datenbank über Interessen, Überzeugungen und Vorlieben der internetteilhaftigen Weltbevölkerung angesammelt hat und verpflichtet ist, diese Daten an die Weltüberwachungsdienste der USA (bekannt für Folterknäste, Kriege mit ausgedachten Kriegsgründen und gezielte Drohnenmorden aufgrund von Metadaten) weiterzugeben;

…ausgerechnet dieses Google hat die Stirn und die Chuzpe, den Rest der Welt zu vergewohltätigen, um das Web privatsphärenschonender und manipulationssicherer zu machen, so frei nach dem Motto »Du musst jetzt nicht die Beine breit machen, ich erschieße dich dann eben«… ähm… »Du musst das jetzt nicht mitmachen, aber ich zeige dann eben überall auf der Welt in meinem viel genutzten Webbrowser an, dass deine Website gefährlich ist und besser gemieden werden sollte«.

Nun gut, ich verstehe, warum das »Don't be evil« bei Google gestrichen wurde. Es war ja auch vorher schon nur noch eine Realsatire. Heute kratzt dich Google ganz offen, weil es genau weiß, wo es dir juckt.

Erfolg wird die kleine verachtenswerte Gewaltaktion dennoch haben. Google+ ist ja auch voller Accountleichen von Leuten, die nur YouTube-Kommentare unter ihren eigenen Videos moderieren wollten oder auf YouTube kommentieren wollten, und gefühlte zwei Jahre lang konnte ein Wachstum nach dem anderen vermeldet werden. Bis schließlich der »Peak würdelose Zeitgenossen« erreicht wurde und über die Stagnation in den PResseerklärungen kein Wort mehr verloren wurde.

Meiner bescheidenen Meinung sollte man sich von Klitschen, die so auftreten, niemals auch noch einen Webbrowser andrehen lassen.

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