Menü
Avatar von Crass Spektakel
  • Crass Spektakel

mehr als 1000 Beiträge seit 06.01.2000

Re: Eine kleine Geschichte der Packerei

Da kann man mit einer massiven Vergrösserung der Dictionary-Size gegenhalten, dafür gibt es eine Kommandozeilenoption. Gerade beim Command-Line-Client kann man einige sehr extreme Randbedingungen einstellen.

Allerdings dürfte das eher für Fälle von Wiederholungen in den letzten paar wenigen Gigabyte sinnvoll machbar sein. Bei 30GB ist das eher ineffizient.

Vermutlich wäre hierfür tar und xz besser geeignet.

Tar kann Soft- und Hardlinks erkennen und beim Archivieren effizient behandeln. Dupletten anhanden der SHA-Checksumme sollten zumindestens neuere gnutar-Versionen auch erkennen, die machen daraus aber im Archiv einfach Hardlinks.

Bei xz - was ja das gleiche in Grün wie 7zip ist - gibt es einen Modus bei dem das Dictionary nicht nur Segmente im lokalem RAM-Buffer referenziert sondern auch ausgeschriebene Daten auf dem Massenspeicher. Das ist allerdings spürbar ineffizienter und führt sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben zu einem kräftigen "Geschraddel" auf mechanischen Laufwerken. Bei elektronischen Laufwerken hingegen dürfte es fast egal sein. Netter Nebeneffekt, der RAM-Verbrauch beim Entpacken fällt auf einen winzigen Bruchteil. Damit konnte sogar mein Amiga mit 16MB RAM eine 2GB grosse XZ-Datei entpacken. Brauchte dafür aber auch 20 Stunden ;-)

Bewerten
- +
Anzeige