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4 Beiträge seit 27.08.2016

Re: Windows ist sicherer als Linux, sonst wäre es kein Industriestandard

Michael Schuhmann schrieb am 13.03.2020 14:34:

panic42 schrieb am 11.03.2020 17:15:

Natürlich ist Windows viel sicherer als diese ganzen billig Opensource-Hobbyprojekte.

Soviel ich weiß, entwickelt microsoft auch Server-Software. Warum hat microsoft die Azur-Cloud mit Linux-Servern aufgebaut und nicht mit ihrer eigenen Software?
Ich werde es Ihnen verraten: „... sie trauen ihrer eigenen Software nicht über den Weg ...“

Wußten Sie, das in einigen Ländern - in öff. Einrichtungen, Verwaltungen/Ämter/etc. - die Verwendung von microsoft-Formate gesetzlich verboten wurden?

Wußten Sie, das in Windows10 ein Linux-Kernel integriert wurde?

Wußten Sie, daß die franz. Gendarmerie seit 2004 Linux in ihren Büros verwenden (LibreOffice, Thunderbird)?

Da werden Leute für qualitative Softwareentwicklung bezahlt.

Richtig - nur durch Spenden lassen sich nun mal keine Videoschnittprogramme für Hollywood entwickeln.

Kennen Sie denn schon die kleinen und unbedeutenden Projekte wie Blender [1] oder Cinelerra [2]?

Opensource Entwickler frickeln doch eh nur das zusammen was ihnen Spaß macht. Und die restlichen 80% für Benutzerfreundlichkeit werden schön weggelassen...

Wenn Sie die Augen aufmachen würden, würden Sie sehen, das NICHTS weggelassen wird. ALLES ist öffentlich einsehbar:
https://www.youtube.com/watch?v=vu7F-CtuOKo
Heute ist nix mehr mit Frickeln. Ein Linux-Desktop läßt sich heute genauso simpel bedienen, wie ein Windows- oder MaxOS-Desktop.

Außerdem hat Windows 100fach mehr User. Da ist ja klar das die Software viel besser getestet ist,

Nur wird die Software ja nicht von microsoft getestet, sondern der Anwender muß sich seine Software aus dem Internet von Drittanbietern herunterladen.
Wenn das steht virengeprüft oder virenfrei, muß der Anwender dem glauben. Überprüfen kann er es schlecht. Erst wenn er die Software startet, wird er wissen, ob die Aussage virengeprüft oder virenfrei, wahr oder gelogen war/ist.
Unter Linux lädt man sich Software mit dem Paketmanager herunter (das ist eine Art AppStore, den es aber schon seit 2006 bie Linux gibt).

Ein kleiner blick in die Welt verrät uns das es Paketmanager mindestens sein 1984!!! gibt, damals wurde pkgadd [3] von AT&T für Unix entwickelt. Aber gut bleiben wir bei Linux da sehen wir 1994 dpkg [4] für Debian oder 1997 RPM [5]. Was ist also das hier falsch referenzierte novum das 2006 kam?

als wenn 5 Leute mal draufrumgeklickt haben und dann doch wieder Windows gebootet um ihre Arbeit zu erledigen.

Sie vergleichen Ihr Verhalten, mit denen von Mio. Anderer. Mit dem Unterschied, daß Mio. Andere dieses OS wesentlich innovativer finden.
Windows ist doch praktisch nur noch als Spiele-Starter tauglich.
Im Büroalltag hat sich herausgestellt, das microsoft-Produkte nicht DSGVO-konform sind und nur noch "der Form halber" geduldet werden.
Ein produktives Arbeiten wird mit Windows auch unmöglich gemacht, wenn z.B. Arbeiten für einen Kunden am Rechner erledigt werden sollen, Windows aber im Hintergrund mit irgendwelchen Patches beschäftigt ist, dem Anwender ein Fenster aufpoppt, das der Rechner neu gestartet wird, dem Anwender aber keine Gelegenheit gegeben wird, seine Arbeit zu sichern. Nach dem Restart darf der Anwender wieder von Vorne beginnen. Wenn die Patches aber noch nicht beendet sind und ein weiterer Restart die Geduld des Anwenders auf die Probe stellt...
In einer kleinen Schrauberbude mag man die Geduld ja aufbringen, aber in Großraumbüros kann es nicht sein das ein solches Betriebssystem eingesetzt wird ...

Was ist das tolle an Windows? Man kann mit Spielen (kann man mit einer Spilekonsole auch). Was kann man aber sonst noch mit Windows machen? (ich meine jetzt keine Software von Drittanbietern, wie z.B. Photoshop).
Nur alleine mit Windows kann man maximal noch Briefe schreiben, weil das Office aus dem gleichen Haus stammt, das war es dann aber auch schon mit microsoft-Produkte.Im Großen und Ganzen ist microsoft nur durch Software von Drittanbietern so populär geworden (nicht durch eigene Produkte {wir erinnern uns an Win-Phone ...ohne Worte ...}).

Linux hat hier den Vorteil, das es nicht in einem Unternehmen entwickelt wird, sondern - von professionellen Software-Entwickler, bis zu IT-Studenten, die Spaß am Entwickeln haben - entwickelt wird. Der Eine entwickelt am Linux-Kernel mt, ein Anderer bei Gimp, wieder ein Anderer bei KDEnlive, ...
Das Schöne ist aber, es gibt keinen Druck von "oben", der Ihnen sagt, wann Dieses oder Jenes fertig sein muß. Es ist fertig, wenn es der/die Entwickler fertig haben.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Blender_(software)
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Cinelerra
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Paketverwaltung#Aufbau_der_Pakete
[4] https://en.wikipedia.org/wiki/Dpkg
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/RPM_Package_Manager

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