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  • Wert77

4 Beiträge seit 05.09.2016

Deutsche Cloud-Lösungen / Alternativen

Meine Mutter hatte auf ihrer Küchenarbeitsplatte immer eine Ansammlung diverser elektrischer Küchenmaschinen, wie Kaffeemaschine, Toaster, Eierkocher und eben auch einen Mixer. Der Erfindergeist Mitte der 80er Jahre ließ keine Wünsche offen. Was nicht mehr auf die Arbeitsplatte passte, wurde in den Schrank gestellt, Hauptsache man hatte alles. Heute kauft man sich den Alleskönner eines Staubsaugerherstellers in das Gerät das alles kann und die Mutter ist außen vor.

Ähnlich verfahren die Cloudanbieter
Wir alle sollen unsere Daten in der Cloud speichern. Der Anbieter leistet - vermeintlich - einfach ALLES: Sicherheit, Updates des Betriebssystems, Schutz unserer Daten. Wie aktuell allerdings das OS ist und wer sonst noch, außer mir, Zugriff auf die Daten/Dateien hat oder wo genau diese liegen, bleibt ungewiss, in der „Wolke“ eben. Böse Zungen behaupten sogar, dass ich mich bei Anbietern aus den USA oder UK nicht einmal um ein Backup kümmen müßte. „Meine Daten/Dateien lägen dort sowieso mehrfach abgespeichert und könnten jederzeit wiederhergestellt werden“. Die Hoffnung, dass die Veröffentlichungen neuer AGBs oder Firmenzusammenschlüsse einen Aufschrei in den Medien erzeugen, habe ich bereits aufgegeben.

Fazit:
Also ALLES SINNLOS? Aufgeben? Sich der „Allgemeinheit“ und dem Drang nach "mobilem arbeiten" unterordnen und meine Privatsphäre bzw. die meiner Kunden vernachlässigen…

Nö!

Weder unsere Geschäftsführung noch ich möchten unsere sensiblen Daten bei Anbietern speichern die das Thema Datenschutz als flexibles "Gängelinstrument" sehen. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Meinem Vater war es auch egal, dass meine Mutter die Geräte alle von Hand spülen muss… er kaufte Sie trotzdem :).

Ist ja nur eine frage der Zeit bis der nächste Online-Dienst gehacked wird. Also geht man die gängigen Alternativen durch. WebDAV, SFTP, Verschlüsselte Mails oder doch eine MFT (Managed File Transfer) Lösung? Alles natürlich nach unserer Philosophie für neue Lösungen:

- Wir sind der Betreiber
- Inhouse oder auf eigenem Server in der Cloud
- App für iOS
- Rechtemanagement (User & Gruppen)
- Ausschließlich verschlüsselte Kommunikation mit eigenem SSL Zertifikat
- Logging
- Einfach zu nutzen
und natürlich
- GÜNSTIG in Anschaffung und Folgekosten.

Eine kleine Runde (3 Mitarbeiter) hat sich in den unendlichen Weiten des Internets auf die Suche gemacht und wie es im Netz üblich ist, viele Möglichkeiten gefunden. Nach welchen Kriterien wohl mein Vater die Küchenmaschinen ausgewählt hatte??? Es bleibt ein Rätsel.

Beschäftigt man sich mit diesem Thema in der Tiefe kommen noch ganz andere wichtige Kriterien bei der Entscheidungsfindung hinzu. Hier ein paar Beispiele, um nur einige zu nennen :
- Gibt es einen Client für Windows?
- Kann das Design der Lösung unserer angepasst werden?
- Was geschieht mit Dateien, die schon länger auf dem System liegen aber nicht
mehr benötigt werden?
- Gibt es einen Deutschen Anbieter?
- Kann ich verhindern, dass mein Mitbewerber „aus Versehen“ meine Dateien zugespielt bekommt?
- Wie sieht es mit Teamarbeit aus?

… um nur einige zu nennen.

Genau bis zu dem Punkt „Deutscher Anbieter“ war es eine ellenlange Liste. Es gibt einen Haufen Lösungen, die nicht nur einfach zu nutzen sind sondern auch einen guten Eindruck hinterlassen. Allerdings sollten gerade die letzten drei genannten Kriterien nicht außer Acht gelassen werden.

Ja, auch ich liebe die Cloud mit ihren Möglichkeiten – dennoch gibt es ein paar düstere Wolken, die nicht nur nach Regen aussehen sondern wo man in demselben stehengelassen wird, wenn es um die Privatsphäre geht.
Die Kriterien nach Privatheit und Sicherheit sind nun festgezurrt und ich/wir suche/n weiter.

Was nutzen Sie in Ihrem Unternehmen und welche waren Ihre Kriterien bei der Entscheidungsfindung?

Gruß
Christoph

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