Avatar von Fregin
  • Fregin

mehr als 1000 Beiträge seit 11.02.2009

Re: Inklusive Sprache bei heise - ein kleiner Hinweis

Jürgen Kuri schrieb am 29.04.2021 09:23:

Klar ist, dass das sogenannte generische Maskulinum weitgehend ausgedient hat

Was genau ist daran klar?

- es ist nicht mehr zeitgemäß

Im Ernst: Müssen wir mit der Sprache jeder Mode hinterherrennen?

zumal diverse Studien gezeigt haben, dass ein "damit sind alle gemeint" in den Köpfen der Leser eben nicht funktioniert, sondern damit im Allgemeinen tatsächlich Männer verbunden werden.

Diese "Studien" sind allerdings auch nicht ohne Widerspruch.

Wie nun eine inklusive Sprache aussehen kann, das ist derzeit noch im Fluss.

Gendern ist alles, aber nicht inklusiv. Es trennt die Menschen in Männlein und Weiblein, alle, die sich in diesen beiden Kategorien nicht wiederfinden, sind gänzlich ausgeschlossen. Das generische Maskulinum ist dagegen sehr wohl inklusiv, weil es eben alle einschließt. Außer denen natürlich, die sich selbst partout ausschließen wollen, aber das hat ideologiche Gründe. Warum eine ganze Gesellschaft unter diese Ideologie gezwungen werden muss, erschließt sich mir nicht.

manche Umschreibung ist machbar, wirkt aber umständlich;

Umständlich wirkt das alles. Von Doppelnennungen über Sternchen und Doppelpunkte und erst recht, wenn aus Studenten Studierende werden usw. usf. Das wirkt sofort als Geschwurbel.

Und auch Autor:innen haben eine unterschiedliche Haltung dazu

Irgendwie fehlt mir da das Verständnis für. Seine private Meinung zu dem Thema soll jeder gerne haben, aber was genau hat das auf der Arbeit verloren? Gerade bei der Form sollte imho der Verlag verbindlich festlegen, was wie gemacht wird.

Dies alles wird sich weiterhin in den Texten auf heise online widerspiegeln - in aller Diversität und Uneinheitlichkeit, die auch die öffentliche Debatte prägt.

Die Öffentlichkeit lehnt das Gendern größtenteils ab, auch unter den Frauen hat das keine Mehrheit. Was soll das also?

Warum seid ihr überhaupt so auf das Geschlecht fixiert? Spielt es irgendeine Rolle, was die Angesprochenen zwischen den Beinen haben oder eben nicht? Die Hautfarbe wird doch auch nicht genannt, im Gegenteil würde das als äußerst rassistisch angesehen werden. Aber beim Geschlecht soll das völlig anders sein. Fällt denn niemandem dieser Widerspruch auf?

Bewerten
- +