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  • dakira

mehr als 1000 Beiträge seit 20.06.2001

Kann dem nur zustimmen...

Wollten vor einer Weile eine Region mit Internet versorgen. Technisch hätten wir in wenigen Monaten volle Abdeckung erreichen können. Behördliche Auflagen und Hindernisse haben das Projekt so gebremst, dass nach 2 Jahren gerade mal 10% des geplanten Areals abgedeckt sind.

Mit dabei u.a. der Denkmalschutz. Die wollten verhindern, dass ein Funkturm aufgestellt wird, weil er in Sichtweite einer alten Schule steht (ungenutzt und unbewohnt). Der Blick auf die Schule wäre dann nicht mehr so wie vorher. Ansonsten ist die Schule umzingelt von Gewächshäusern, Windkraftanlagen, Erdölpumpen (kein Witz) und mehr. Hat das Projekt 4 Monate gebremst.

Danach dann der Landschaftsschutz. Es musste erst mal ein Gutachten erstellt werden, wie für die im Außenbereich bebaute Fläche ein Ausgleich geschaffen werden könne. Gutachter, die dafür zugelassen sind, sind in Deutschland voll ausgelastet und rufen daher Fantasiepreise auf. 15000 Euro dafür, dass man am Ende erfährt, dass man irgendwo als Ausgleich einen Baum pflanzen muss. Für das Sperren einer Grundfläche von 4mx4m, mitten in einer grünen Agrawüste. Weitere Verzögerung um 6 Monate.

Und so ging es weiter und weiter und da ging es nur um einen einzigen Funkturm (und es gab sogar politischen und behördlichen Rückenwind). Hätte man sich noch um eine Breitbandförderung beworben, wäre das ganze Projekt noch mal um ein paar Jahre verlängert worden.

Die können sich alle gehackt legen. Selbst mit viel Willen und und der Bereitschaft alles selbst zu bezahlen hat man in diesem Land keine Chance (mehr) Infrastrukturprojekte voranzubringen.

Ausnahme natürlich: Man ist ein Großkonzern mit großer Rechtsabteilung und entspr. Erfahrung im Umgang mit diesem Irrenhaus.

dakira

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