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  • platonischQM

575 Beiträge seit 28.03.2006

Falscher Ansatzpunkt

Die paar wenigen, menschlichen Zuhörer dienen hier lediglich zur Kontrolle und Optimierung des Systems. Die können zwar auch ein Problem darstellen, jedoch ist das vergleichsweise überschaubar.
Im Rahmen von CustomerService-Projekten habne wir uns schon vor Jahren mit Systemen auseinander setzen müssen, die Mitschnitte von Telefonaten transkribieren, verschlagworten und selbst in der Lage sein sollten, die emotionale (Stimmungs)Lage des Kunden zu klassifizieren, d. h. die massenhaft automatisierte Datenverarbeitung ist hier der wesentliche Knackpunkt.
Wie werden diese Daten weiterverarbeitet, werden sie unmittelbar nach der Verwedung vollumfänglich gelöscht oder werden diese ggf. benutzerbezogen gespeichert, klassifiziert, kategorisiert, ananlysiert, zur Profilbildung herangezogen, etc. und wer oder was hat nachfolgend Zugriff auf diese Daten und welche Sicherheitsmechanismen existieren zum Schutz dieser Daten und wie werden diese gewährleistet?
Das ist das gleiche Problem wie mit Facebook. Die meisten gehen davon aus, dass das schlicht eine Plattform ist, die selbsterstellten User-Content "anzeigt", Menschen zusammenbringt und ein wenig mit Werbung verdient. Dass ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells eine tiefgreifende Analyse des dort hinterlegten Contents und das untereinander in Verbindung bringen der letztendlich personenbezogenen Daten ist, ist eher weniger Leuten bewusst.

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