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  • Qomba

15 Beiträge seit 05.07.2013

REVIEW: Tuxedo Book DC1502 - TEIL 1

TEIL 1:

So,

sorry, hat wie gesagt, etwas länger gedauert, aber ich hatte ziemlich zu tun ;)

Hier eine kurze Review von meiner Seite zum Tuxedo-Book DC1502 (http://www.linux-onlineshop.de/Linux-Hardware/Linux-Notebooks/15-6-Zoll/Tuxedo-Book-DC1502-15-6-matt-Full-HD-IPS-NVIDIA-Geforce-GTX-750M-Grafik-drei-HDD-o.-SSD-bis-Intel-Core-i7-4900MQ-bis-24GB-RAM-DVD-o.-Blu-Ray-Brenner.geek).

Zunächst mal zum Wichtigsten: Das Tuxedo-Book DC1502 entspricht im Wesentlichen dem Clevo W650SR (tatsächlich wird es im BIOS als W650SR ausgewiesen):
http://www.clevo.com.tw/en/products/prodinfo_2.asp?productid=469

Ein Test dieses Clevos (hier als One K56-3F) findet sich hier:
http://www.notebookcheck.com/Test-One-K56-3F-Clevo-W650SR-Notebook.95196.0.html

Größter Unterschied zum getesteten Clevo ist wohl das hier verbaute matte, Full-HD-IPS (!!!)-Panel (Clevo bzw. One haben scheinbar nur TN-Panels verbaut, wobei sich die Panels ja laut Notebookcheck-Test in den Seriengeräten von Clevo/One geändert haben sollen). Außerdem bin ich mir bei den Abmessungen nicht ganz sicher. Das Tuxedo-Book sollte eine Dicke von 1,4-3,1 cm aufweisen (nicht nachgemessen, Angaben laut Linux-Onlineshop). Im Test zum One wird aber nur von 3,5 cm gesprochen – keine Ahnung, ob hier nur der Maximalwert angegeben wurde, oder ob das One auch einen anderen Barebone als das Tuxedo-Book hat. Außerdem wiegt das One (laut Test) mit 2,6 kg etwas mehr als das Tuxedo-Book mit 2,4 kg: Vorausgesetzt, dass es sich um dieselben Laptops handelt, geht dieser Gewichtsunterschied aber vermutlich nur auf den verbauten Akkutyp zurück: Das One hat einen 6-Zellen-Akku verbaut, das Tuxedo-Book nur einen 4-Zellen-Akku (ein 6-Zellen-Akku kann aber gesondert beim Linux-Onlineshop geordert werden).

Da bereits ein Test verfügbar ist und ich auch weder die Zeit noch die Mittel habe, werde ich weniger auf quantitative Merkmale eingehen (z. B. Benchmarks zur Prozessorleistung usw.), sondern eher auf qualitative, im Besonderen hier auf Dinge, die in den anderen Tests vermutlich eher nicht oder nur kurz angesprochen werden, die mir aber wichtig sind.
Da ich gemerkt habe, dass Angaben wie „hat ein gutes LCD“ oder „sehr leise“ stark davon abhängen, was man bereits an Hardware gesehen hat, hier nur eine kurze Auflistung von Notebooks mit denen ich länger gearbeitet habe: Sony Vaio A197XP, Toshiba Satellite X200, Samsung Serie 5 550P7C S04, Lenovo W530 und der Vorgänger von meinem Tuxedo-Book ein Acer Travelmate 5720. Daneben hatte ich mit diversen (meist selbst zusammengebauten) Desktops und auch einem iMac 21,5 Zoll (mid 2011) zu tun. Wie gesagt, diese Angaben sollen nur dem Leser helfen meine qualitative Bewertungen irgendwie einordnen zu können.

Folgende Hardware-Ausstattungsvariante wurde für das Tuxedo-Book gewählt:

Prozessor: Intel Core i7-4702MQ (ACHTUNG: Meines Erachtens eine wichtige Entscheidung – siehe Diskussion unten – voreingestellt ist der Core i7 4700MQ)
RAM: 16 GB
Display: mattes Full-HD-IPS-Panel (1920 x 1080)
Festplatte: 1 TB (HGST/7.200 rpm/SATAIII)
Grafikkarte: NVIDIA Geforce GT 750M 2,0 GB
DVD-Laufwerk: auf ein optisches Laufwerk wurde verzichtet und stattdessen ein Festplattencaddy gewählt
WLAN & Bluetooth: WLAN ABGN & Bluetooth

Zusätzlich habe ich (woanders) eine Samsung SSD 840 Pro (256 GB) bestellt. Diese wurde anstelle der 1 TB Festplatte verbaut, die ihrerseits in den schon vorbereiteten Festplattencaddyschacht gewandert ist. Mit SSD hat der ganze Spaß ca. 1300 € gekostet (hier auch ein Lob an den Linux-Onlineshop: der Versand nach Italien hat problemlos und sehr schnell geklappt!)
Als vorinstalliertes Betriebssystem wurde Ubuntu LTS 64bit gewählt. Ich habe das mehr gemacht, um gleich nach dem Auspacken feststellen zu können, ob unter Linux alles funktioniert (ansonsten wäre das Notebook gleich retour gegangen ;)). Da alles mehr oder weniger gepasst hat, habe ich danach gleich eine Neuinstallation gemacht (Dualboot Win7 und Ubuntu).

Software
Für die Dualboot-Installation von Windows 7 und Ubuntu 12.04 (beide in der 64bit-Variante) sind ein paar Dinge zu beachten. Mir ist es nicht gelungen, eine UEFI-Installation dieser beiden Betriebssystem zu erreichen. Wenn der UEFI-Modus im Bios eingestellt war, war es nicht möglich von einem selbst hergestellten (ich wollte Win7 möglichst schon mit installiertem SP1 installieren, um mir ein bisschen der Updateschererei zu ersparen) Win7-USB-Stick zu booten (laut Fehlermeldung war angeblich – trotz mehrerer neu angelegter Win7-USB-Sticks – immer eine der Bootdateien beschädigt): Ich kann nicht sagen, ob das an meiner Unfähigkeit oder am Notebook lag. Mit einer Win7-DVD startete zwar zunächst der UEFI-Boot, blieb dann aber reproduzierbar immer an derselben Stelle hängen (könnte auch daran liegen, dass das verwendete externe DVD-Laufwerk einmal über USB 2.0 und einmal über USB 3.0 angeschlossen war – das Notebook hat ja bekanntlich 3x USB 3.0 und 1x USB 2.0-Anschlüsse, weshalb kein weiterer USB 2.0 zur Verfügung stand). Ein testweise verwendeter Ubuntu 12.04-USB-Stick bootete dagegen anstandslos im UEFI-Modus. Der Witz an der Sache ist nun, dass derselbe Ubuntu-USB-Stick im normalen Biosmodus nicht mehr bootete, wohl aber der zuvor im UEFI-Modus nicht funktionierende Win7-USB-Stick. Ich konnte mir darauf bisher auch keinen Reim machen (mein Fehler? Fehler im Bios des Notebooks?). Letztendlich erfolgte die Installation im normalen (nicht UEFI) Modus: Win7 wurde von einem USB-Stick aus installiert, Ubuntu von einer DVD im externen DVD-Laufwerk.
Bei der folgenden Windows-Treiberinstallation ist zu beachten, dass die zur Verfügung gestellten VIA Audio-Treiber offenbar so neu sind, dass sie noch nicht signiert sind und deshalb von Windows 7 nicht akzeptiert werden (lassen sich auch nicht auf der VIA-Webseite finden). Ja, es gäbe Mittel und Wege um das zu umgehen, aber das war mir dann den Aufwand (und das eventuell damit verbundenen Sicherheitsrisiko) nicht wert: Deshalb habe ich schlicht die Standard-Windows-Audio-Treiber verwendet (zeitweise schien mir, dass ich damit ein Knacksen hören würde, aber das war dann wieder weg und ehrlich gesagt, bin ich eh zu 95% unter Ubuntu unterwegs ;)).
Unter Ubuntu braucht man für die Sondertasten und die Nutzung der Optimus Hybrid Grafikkarte spezielle Software, die nicht in den Standardrepositories der Paketverwaltung enthalten sind. Der Linux-Onlineshop stellt aber netterweise die Links und auch die Vorgehensweise bei der Installation zur Verfügung (http://www.linux-onlineshop.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=3), sodass es hier keine Probleme geben sollte. Ich möchte aber anmerken, dass ich die Optimus-Technologie nicht besonders lange unter Ubuntu ausprobiert habe, da mir die externe Grafikkarte eh relativ egal war (eigentlich brauchte ich gar keine, im Gegenteil hatte ich sogar befürchtet, dass sie zu Temperaturproblemen führen könnte).

Hardware
1) Bildschirm: Das IPS-Panel ist hervorragend. Mag sein, dass ich durch das vorherige Acer Travelmate etwas „geschädigt“ bin ;), aber das LCD ist auch im Vergleich zu anderen Vertretern sehr gut. Laut Linux-Onlineshop erreicht es folgende Werte:
- Helligkeit: 310 cd/m²
- Schwarzwert: 0,44
- Kontrast: 1:705,1
Wie gesagt, die Werte kann ich nicht direkt überprüfen. Das Display ist aber wirklich hell: Ich würde sagen, dass die Helligkeit im Bereich des Lenovo W530 (Full-HD-Ausführung) liegt. Das Display zeigt eher warme Farben (ähnlich dem Display des iMac 21,5 Zoll (mid 2011)), verglichen mit dem eher kühlen-bläulichen Lenovo W530.
Also für mich war das Display nach dem Acer Travelmate 5720 (sehr dunkel, nur eine Auflösung von 1280*720, schwacher Blickwinkel) eine Offenbarung: Sehr hell, tolle Auflösung (1920*1080; jaja, ich werde hier jetzt nicht auf die 4:3 vs. 16:10 vs. 16:9-Problematik eingehen), gute Farben und auch von den Seiten her noch alles zu erkennen (P.S.: Ein mattes Display gehört für mich zur Grundausstattung, weshalb ich darauf nicht näher eingegangen bin. Ein spiegelndes Toshiba-Notebook hat mir gereicht ;) Der iMac spiegelt zwar auch, aber 1) gehört er nicht mir und 2) ist das weniger schlimm, weil er zumindest eine derart hohe Helligkeit erreicht, dass die Spiegelungen meistens nicht weiter stören – für mich wäre er aber trotzdem nichts ;)).
Man muss natürlich anmerken, dass das Acer Travelmate damals auch nur 600 € gekostet hat (spätere Aufrüstung auf 4 GB RAM und 1 TB Festplatte macht in Summe ca. 800 bis 900 €). Tatsächlich war mir das Tuxedo-Book fast ein bisschen zu teuer (wollte eigentlich nur wieder soviel wie beim Acer ausgeben), weshalb ich ursprünglich eher zu einem Dell Vostro tendierte (Lenovo wäre natürlich super gewesen, aber die waren überhaupt außerhalb meiner Preisklasse): Leider ist Dell bei den Vostros immer noch nicht zur Haswellgeneration übergegangen: Bei der Business-Linie von Dell waren zum Zeitpunkt des Kaufes nur die Latitudes mit Haswell versehen (und die waren mir wiederum zu teuer). Außerdem hatte eben das Tuxedo-Book gegenüber den genannten Geräten den gr. Vorteil eines IPS-Panels: Das war mit ein Grund, wieso ich den erhöhten Preis gegenüber dem Vostro für gerechtfertigt sah. Selbst der Lenovo W530 hat meines Wissens kein IPS-Panel obwohl ich zugegeben muss, dass man hier ebenfalls keine Probleme mit dem Blickwinkel hat.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (27.07.2013 19:57).

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