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  • kulinux

mehr als 1000 Beiträge seit 29.01.2001

Tja, das gäbe ein böses Erwachen im Westen …

… wenn sich nicht nur heraus stellte, DASS Zehntausende Post- und
sonstige Beamte da fleissig ihre Mitbürger ausspioniert haben und
weiterhin ausspionieren, sondern auch, wer diese Leute sind: IMs
allerorten, sozusagen. 

Ich habe Foschepoths Buch gelesen und fürchte, der gute Mann glaubt
immer noch, dass die "wahre" Bundesrepublik die sei, die durch solche
Geheimgesetze und Machenschaften "beschädigt" worden sei. Darauf
deutet auch seine abgebildete Forderungsliste. Dass das, was er als
Grundrechte einfordert, nur der gnädig gewährte Zuckerguss sein
könnte, hinter dem der knallharte Herrschaftsapparat sie ebenso
versteckt wie hinter seinem parlamentarisch-demokratischen
Schmierentheater – so weit zu denken traut sich der Herr Professor
vermutlich nicht. Klar, er hat ein bisschen Akteneinsicht in Dinge
bekommen, die eigentlich nicht an die Öffentlichkeit gehören, aber
nur an der Oberfläche: Die wirklich relevanten der Geheimdienste oder
aus dem Staatsapparat (wie z.B. Globkes Handakten, die immer noch
unter Verschluss liegen) hat man ihm dann doch vorenthalten, als man
merkte, dass er da auf was gestoßen sein könnte. Aber die Deutschen
sind ja zufrieden mit dem Status quo, allen voran die Mutti, die aber
m.E. nicht einfach nur tumb die alten Gesetze ausführt und
"geschmeidig" auf skandalöse Veröffentlichungen reagiert, sondern die
das alles ganz bewusst und zielgerichtet ausführt. Sonst wäre sie
auch längst nicht mehr auf diesem Posten …

Der "Tiefe Staat" ist nämlich der eigentliche, alles andere nur
Fassade. Im Osten wurde das als Abwehrmaßnahme gegen eine (reale)
Bedrohungslage nur offener kommuniziert bzw. weniger verschleiert:
"Diktatur des Proletariats" usw. Wann wird sich die BRD wohl als die
"Diktatur des Kapitals" bezeichnen, die sie ist?

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