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Avatar von Stoffelchen
  • Stoffelchen

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Re: VR ist kein "Rohrkrepierer" O_o ;-D.

Tobias Claren schrieb am 28.08.2018 17:53:

Hackito ergo Sum schrieb am 24.05.2017 20:59:

...also nach dem VR als Rohrkrepierer in der Versenkung verschwunden ist. Was in ca. 3 Jahren sein dürfte. In 8 Jahren wird dann also wieder eine neue 3D Sau durchs Dorf getrieben ("nachträgliche 3D-isierung von 2D-Filmen", "ohne Brille", "NOCH verträglicher") bevor dann in ca. 12 Jahren die nächste VR-Sau durchs Dorf getrieben wird ("8k Auflösung pro Auge", "NOCH verträglicher", "jetzt mit funktionierendem Headtracking").

VR ist kein "Rohrkrepierer" O_o ;-D.
Ganz und gar nicht.
Es gibt die Facebook Oculus Rift, die HTC Vive, die Samsung Odyssey (und andere WIndows Mixed Reality), die neue HTC Vive Pro mit höherer Auflösung, bald kommt die Pimax "8K" mit höherer Auflösung (Signal 2,5K, hochskaliert auf 4K).

Microsoft hat eine Filmtechnik entwickelt die eine ganze Szene komplett erfasst.
Als durchgehbare Szene, mitten zwischen den Schauspielern stehen, mitten auf der Straße zwischen den Avangers, Wechsel zu einem Bürogebäude durch dessen Fensterfront gerade Godzilla seinen Schwanz zieht...

Hier ein Artikel über eine Serie:
https://vrodo.de/interaktiver-vr-film-awake-bietet-volumetrisch-gefilmte-darsteller/

Für die Masse kann man dann immer noch nachträglich aus dem Material einen 2D und 3D-Film machen.
Mit dem nächsten Avatar, aktuell für Ende 2020 geplant will Cameron brillenlose 3D-Technik in die Kinos bringen. VR interessiert ihn zwar grundsätzlich, aber aktuell fehlen ihm angeblich noch die "technischen und visuellen Werkzeugen, um seine Vision umzusetzen". Keine Ahnung ob er da die Microsoft-Technik kannte.
Aber das bedeutet ja nicht dass er die nach etwas Entwicklung und Erfahrungen nicht z.B. beim Dritten Avatar einsetzt. Mit jedem Avatar eine neue Technik puschen.
Obwohl begehbare VR-Filme dann evtl. nicht mehr "Neu" ist, im Sinne von Material.
Serien ("Awake" dieses Jahr), evtl. sogar Filme könnten schon existieren.

Man könnte noch eine Technik ermöglichen wo jeder als "Regisseur" aus dem Material einen 2D/3D-Film machen kann. Statt aber den Film zu teilen ("Copyright") werden nur Daten geteilt die wenn sich den Film jemand nicht in VR ansehen will oder kann Live aus dem Material die Ansichten, Einstellungen etc. erzeugt die jemand vorgegeben hat.
Natürlich sollte es auch eine Version des eigentlichen Regisseur geben.

Und was die Nutzung für Spiele angeht ist VR auch kein "Gag".
Nichts dass man mal kurz in den ersten Tagen und Wochen nutzt, und dann nicht mehr.

Es ist JETZT "produktiv einsetzbar", wenn man das bei einem "Spielzeug" so nennen will.
Es unterhält, und zwar auf seine eigene einzigartige Weise, die nicht vergleichbar mit dem Spielen auf dem Monitor ist.
Wer das nicht so sieht, hat es wahrscheinlich nie selbst ausprobiert.
Und Ich meine NICHT GearVR und so etwas, das ist kein Vergleich.
Man muss schon HTC Vive (oder die neue Vive Pro, aber die ist überteuert) oder Oculus Rift (gebraucht ab um €250 wenn ich nicht irre) verwenden. Ich würde ja sagen "nehmt die Vive gebraucht", wegen der guten Tracking-Technik.
Aber wenn die Rift gebraucht nur die Hälfte der gebrauchten Vive kostet kann man da nichts falsch machen.
Man hat dann bei der Rift aber nur eine Kamera bei den Angeboten ab €200-€250 dabei: Das relativiert nur ein wenig den Preis der gebrauchten Vive ab um €400, die meisten €450... Wenn man bedenkt dass Ich das vor über einem Jahr bezahlt habe, kein Wertverlust O_o. Mit der neuen Vive Pro kam dann evtl. etwas "Sorge" auf der Wert der Brille die man hat geht runter, aber bei auch über wohl 900 Euro für die Pro hat sich nichts geändert, den Wert eher stabilisiert.

Einfach mal mit genug Zeit ausprobieren.
"The Lab", "Rec Room", die sind kostenlos und bieten Single-Player-"Aha" (The Lab) und Multiplayer-Spiele für immer wieder (Rec Room).
Rec Room mit "Quests" über mehrere Level (Isle of the Lost Skulls ist recht vielseitig), Laser-Tag, Paint-Ball, Paddle-Ball, Frisbee-Golf, Scharade, theoretisch Kartenspiele am grünen Tisch (private Räume einrichtbar), "Battle Royale" etc..
Kann man immer und immer wieder spielen.
Sonst spielen viele wohl noch "Pavlov" gerne, ein Shooter. Alleine "Arizona Sunshine" oder Brookhaven Experiment (Pforte in Monster-Dimension geöffnet... etc.. Genaues Zielen beim schießen über Kimme und Korn helfen sehr auf Distanz zu treffen) etc..
Man sehe sich auch mal "Sairento VR" an. Auch wenn "Cracks" an der Grafik etc. mäkeln mögen, das Prinzip des hoch in die Luft springen, von dort schießen oder säbeln und dort die Zeit verlangsamen scheint unterhaltsam zu sein. Am Monitor nicht möglich...
Und "Bullet Sorrow" (auch mit "Bullet-Time"-Effekt wie in "Matrix") durch die Level. Man fragt sich zwar evtl. wie eine Person mit maximal etwas Körperpanzerung trotz ständiger Schüsse der SEK-mäßigen Typen da durch kommt (aber was das angeht waren auch die "Swashbuckler"-Filme mit Erol Flynn und Co "Fantasy"), aber die Unterhaltung ist das Zielen, das sich ducken und echte gehen, Kopf oder Körper wegdrehen, sich hinter eine Tonne etc. ducken und dann schießen. Oder mal gegen einen evtl. 5 Meter großen "Endgegner" kämpfen.

Und Videos aus solchen Spielen sehen zwar mitunter "wackelig" aus, aber auch wenn sie das sind, sagt das nichts negatives über das Erlebnis aus. Könnte man die Bilder menschlicher Augen sichtbar machen, wäre das auch ein starkes Gewackeln.
In der VR sieht das nicht so aus, man bewegt ja wie in der Realität auch Augen und Kopf zugleich.

Vielleicht fällt es dir nicht auf: Sämtliche bereits Mai 2017 geäusserte Kritik trifft auch nach über einem Jahr vollumfänglich zu.
Ankündigungen, geplante höhere Auflösungen, kein vernünftiges Material, ein paar Spielchen, _eine_ *hust* Serie mit einem Trailer in grottigst schlechter Grafik (keine Ahnung, ob das Teil nach einem halbem Jahr nun draußen ist).

Da ist weder was mit Produktivität noch mit irgendwie Eindruck eines realitätsnahen Spielgefühls, nicht mal computergenerierte Landschaften als unbegrenzt schöner "Aufenthaltsort".
Das Ungewöhnliche konnte man auch in den 90ern in den neuen iMax 3D erleben. Sobald man den Content durch hatte, wars das. Normale Menschen leben nicht in ein paar Spielewelten mit Hüpfzeitlupe, oder ballern herum.

Wem es genügt die immer gleichen Dinger anzugucken und das beeindruckend findet, könnte sich mit der selben "bespaßmich"-Mentalität mal auf einen Berg gondeln lassen und an einem Abgrund stehen, selber Gleitschirm fliegen, Wetter erleben, oder nen ollen Hüpfer von einer Bungeebrücke machen (wem das Realismus sei am Monitor).

Das nur mal so als Idee, was Leben und ERleben ausmacht. Full Immersion mit den Zehen im Sand, einem Sonnenuntergang in den Wellen, lecker lokales Essen genießen. Tage und Wochen statt ein paar Minuten und Stunden in der Bude, mit den Düften vor Ort, Wärme/Kälte auf der Haut.
Anteilnahme am Leben, statt Ersatzwelt für Stubenhocker mit Vermeidungsdrang für alles, was eigenständiges Gestalten dieser Immersion erlaubt statt "da kann man zwischen Schauspielern herumlatschen".

Leben, ECHTES Leben!
Kein technisches Gimmick, das nach etwas Gebrauch nach "das muss noch besser werden" ruft, und man "wir bauen nächstens noch was besseres, warte ein Weilchen" als Antwort erhält. Da gehst du hin und kletterst den Berg selber hoch, erlebst Landschaft hautnah, fliegst mit dem Gleitschirm oder Drachen drüber ... wem es so dramatisch ist mit der Brille, würde sich demnach einen Kilometer über dem Boden in eigener Verantwortung für das Leben und Flugrichtung wohl in die Hosen scheissen. Wer Brille so real empfindet, hat noch nix real erlebt!

Die 20 Jahre seit Darstellung auf fetten Iiyama/Eizo mit 120 kHz Zeilenfrequenz (für 1024x768 Auflösung bei gescheuchter Grafikkarte) bis heute sind enorme Fortschritte, aber nicht hinter der Linie "nun taugt es was".
WÄRE dem so, es gäbe massenhaft Content.

PC waren auch erst Massenware ab Verkauf im Supermarkt. Ich stamme aus der Zeit, als die letzten RLL-Platten verkauft wurden, man bei Aufrüstung auf schnellere Rechner Interleave-Änderungsprogramme verwendete. Wow, nicht mehr Interleave 3 oder 2, nun in einem Rutsch (wenn der Rechner schnell genug ist) ... noch viele Jahre später hatte ein doller Rechner immer 5.000 DM gekostet.
Olle AT-Platten hatten 65 ms Zugriffszeit, normale 40, schnelle 28, ich verkaufte Quantum mit 19 ms, über 64 KB Cache mit 11 ms. Dazu ein Faltblatt mit der richtigen Jumperbelegung, weil das originale Manual Fehler hatte.
... granatenschnelle Teile, erstmals für 10 DM/MB, gigantische Nachfrage.

Die VR-Brillen sind für meine Begriffe nun an der Schwelle für "naja, Exot, für manches tauglich, stark limitierte Verwendung", daher die Anforderungen reissend. Ganz so als behaupte man einen Rechner mit DOS und einer Handvoll Anwendungen nun massentauglich, statt wenigstens mit Windows oder ein Mac.

Für 500 Euro kannst du 3 Wochen in den Bergen weitaus mehr Immersion erleben als mit einer Brille. Mag für Brillenfetischisten nicht nachvollziehbar sein, das liegt an deren fehlender Vergleichsmöglichkeit für echte Immersion. :-D
Schon die Dolomiten bieten genug Thrill, Klettersteige mit stark angerosteten Stahlnägeln etc.
Holz sammeln, Hundehütte und Rucksack und genug Mampf mit, im Gebirgsbach ist die 3D-Live-Badewanne. Kostet nix extra, nur die Anfahrt.
Wer mag da die Pixelwüste vor den Augen schon als tauglichen Ersatz empfinden?

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