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  • collapsar

mehr als 1000 Beiträge seit 22.07.2000

Nochmal zum Mitschreiben

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"Nach dem öffentlich-rechtlichen Kostendeckungsprinzip halten wir uns nicht nur für berechtigt, sondern auch für verpflichtet, Sondernutzungen von Fotografien oder Objekten des Museums durch Dritte mit angemessenen Gebührensätzen zu belegen"
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Man sollte sich vielleicht einen Grundgedanken öffentlich-rechtlicher Projekte in Erinnerung rufen: Öffentlichen Raum und öffentlich zugängliche Angebote für wirtschaftlich schwache Personenkreise zu schaffen, denen der Zugang zu äquivalenten marktwirtschaftlich erstellten Angeboten versagt bliebe.

Während niemand etwas dagegen hat, die _kommerzielle Nutzung_ von Abbildungen aus öffentlich-rechtlich finanzierten Sammlungen mit Gebühren zu belegen, stellt die, nun ja, Abzocke gemeinnütziger Stiftungen und erst recht das anwaltliche Vorgehen die Perversion des zitierten Sorgfaltsauftrags für den Umgang mit öffentlichen Geldern dar.

Die grobschlächtig betriebswirtschaftlich denkenden Museumsverantwortlichen könnten schließlich auch einmal an den kostenlosen Werbeeffekt der Verwendung einschlägigen Bildmaterials in der Wikipedia denken, der möglicherweise den einen oder anderen zusätzlichen zahlenden Besucher ins Museum lockt und das öffentlich-rechtliche Kostendeckungsprinzip auf diese Weise stärker fördert als 'angemessene Gebühren', die im Zweifel zur Entscheidung führen, das Material nicht zu verwenden und damit Einnahmen von 0 generieren.

Grüße, Carsten

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