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Avatar von duckundweg
  • duckundweg

471 Beiträge seit 13.11.2018

Versteht die Autoindustrie eigentlich die eingesetzten Sensoren?

Wenn man diesen, aber auch viele andere Fälle liest, dann muss man erhebliche Zweifel haben, ob die Autoindustrie Themen außerhalb des Antriebs eines Fahrzeuges überhaupt im Ansatz versteht und umsetzen kann.

Was ist denn an dem Thema Sensoren so schwierig?
Oder baut da jeder Autohersteller seine eigenen Sensoren, mit eigener Spec und eigenen Features, so à la Motor, da noch ein paar PS und da noch etwas Drehmoment usw? Und natürlich kostenoptimiert von BWLern, so dass der Sensor nichts mehr kosten darf und wahrscheinlich dann auch fast nicht mehr funktioniert.

Themen wie Signalverarbeitung, Bussysteme, usw. sind wohl seit Jahren das Rüstzeug von Elektrotechnikstudenten, Informatikern, usw. Wahrscheinlich sind diese noch nicht in der Autoindustrie angekommen, da dort anscheinend gilt "not invented here".

Wie geht die Autoindustrie dann erst mit den Umgebungsmodellen für diese Autos mit Assistenzsystemen um?
Oder wird jedes Umgebungsmodell "per Fadenmodell" manuell zusammengestellt?
Wenn man mit unterschiedlichen Mietwagen unterwegs ist und auch noch in verschiedenen Ländern, dann kann man schon bei einfachen Systemen wie Einparkhilfen, Regensensoren oder Kamerasystemen den Kopf schütteln, da anscheinend jeder Autohersteller solch ein System neu erfinden muss und auch unterschiedlich optisch und akustisch dem Fahrer präsentiert. Und dies anscheinend auch noch für jedes Modell vom Autohersteller. Da kann mal jeder den Test beim nächsten Mietwagen machen, was da dem Fahrer alles vorgesetzt wird. Einsteigen und Wegfahren war einmal. Heute ist oftmals ein Selbststudium zu den Assistenzsystemen Pflicht bevor man wegfährt. Und trotz mittlerweile auch riesiger Bildschirme bei den Mietwagen, gibt es keinen Autohersteller, der für den Mietwagenverleih dem Kunden via solcher Displays eine Schnelleinführung über die vorhandenen Assistenzsysteme gibt, wie z.B. so einfache, wie Auto hold bei einem Hersteller aus dem Norden. Auch muss man oft die Frage stellen, ob z.B. die Funktionsweise eines Regensensors jemals getestet und gemessen wurde oder nur nach Gefühl eingebaut wird und in der Wüste getestet wird.

Da liegt noch sehr vieles brach auf dem Weg zum autonomen Fahren.
Aber Hauptsache der Motor hat x kW und y Nm mehr als der Wettbewerber, wobei x und y meist im unteren einstelligen Bereich liegen. ;-)

Und dann erzählt die Autoindustrie etwas von Künstlicher Intelligenz, Big Data, Vernetzung, 5G, usw. auf dem Weg zum Autonomen Fahren.
Dann ist auf jeden Fall schon mal das Ziel für die nächsten 500 Jahre ausgegeben.

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