Menü
Avatar von killingfields
  • killingfields

mehr als 1000 Beiträge seit 20.06.2001

Ich weine Krokodilstränen, als ob das deutsche Urheberrecht besser wäre

Auch heute schon stehen Vereine wie Wikimedia e.V. und Firmen mit einem Bein im Knast, wenn man die Prozesse Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum gegen Wikimedia Deutschland oder GEMA vs. Rapidshare. Rapidshare war ein Cloud-Betreiber, der die Möglichkeit bot, Content hochzuladen und diesen Internet-Nutzern zugänglich zu machen. Somit beging auch nicht Rapidshare die Urheberrechtsverletzung, sondern der Nutzer, der den Content hochgeladen hatte. Daher existieren diese Plattformen auch noch weltweit, nur nicht mehr in Deutschland, da hier festgelegt wurde, dass Anbieter den Content bezüglich Urheberrechtsverstöße zu filtern hätten.

Oder man betrachte einfach mal die Rechtsstreitigkeiten von Stefan Raabs TV Total mit ARD und ZDF, die dank deutscher Leistungsschutzrechten im Durchschnitt rund 1.300€ pro angefangene Minute verlangten. Kein Wunder, dass die Sendung eingestellt wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/TV_total#Rechtsstreitigkeiten.

Wer erinnert sich noch an die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. mit Sitz in Berlin und ihre Videos, die zu jeder Kauf-DVD dazu gehörten. Hier eins der besten Videos "Vier mal singen":
https://www.youtube.com/watch?v=9swZurD9ogs

Ein Video, das darauf hinwies, dass Urheberechtsverletzungen in Deutschland bei kommerziellen Interesse bis zu 5 Jahre Haft bedeutet.

Kein Wunder also, dass Seiten wie Bildblog.de, Schnittberichte.com, Uploaded.net etc. bereits ihren Firmensitz vor Jahren ins Ausland verlegt haben. Denn das deutsche Copyright ist keinen Deut besser als die kommende EU-Copyright-Reform.

Der einzige Unterschied ist, dass über die EU-Urheberechtsreform wenigstens debattiert worden ist und das deutsche Urheberecht immer still und heimlich verschärft worden ist.

Prinzipiell bedeutet die EU-Urheberechtsreform, dass das heutige deutsche Urheberrecht in Zukunft in der ganzen EU gilt. Dank deren Architekten Günter Oettinger, Axel Voss, Katarina Barley und Angela Merkel.

Bewerten
- +
Anzeige