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  • firefox034

975 Beiträge seit 19.07.2005

Das bietet ganz neue Möglichkeiten

wurde bis dato nur der tatsächlich verursachte Unfall sanktioniert (Rabattstaffel), kann man dann auch schon das potentiell gefährliche Fahren sanktionieren. Obwohl für die Versicherung noch gar kein Schadensfall eingetreten ist werden dann die Prämien erhöht.

Gleiches haben wir schon bei Umzug, Fahrzeugwechsel oder Berufsgruppenwechsel.

Das ganze ist ein weiterer Baustein in der Risikobewertung der Versicherungen, der sich allerdings fast in Echtzeit und feingranular steuern läßt.

Dazu kommt, dass sich dann die Tarife überhaupt nicht mehr vergleichen lassen. Das System wird durch die vielen Telematikdaten vollkommen intransparent.

Wird das "Vollgas" des alten 124er Mercedes Fahrers mit 90PS anders bewerte als der Ferrari 458 mit 600PS?
Wir wissen ja bis heute nicht wie die SCHUFA ihr Rating macht. Glaubt jemand ernsthaft, dass die Versicherungen das offenlegen werden?

Ob jemand dann wirklich was "spart" oder die Versicherung aus den Daten andere Rückschlüsse zieht, die ggf. auf die Bonität des Kunden und damit auf seine "Kaufkraft" schließen lassen, wissen wir nicht. Vielleicht zahlt ja dann der Versicherte, welcher immer in der Kö oder am Kudamm parkt dann mehr als der regelmäßige ALDI Parkplatzbesucher.

Die Informationen kann man entweder zu Geld machen (Versicherungen sind Unternehmen) oder ganz gezielt auch weitere Produkte für die Zielgruppen anbieten. "Ganz individuell für Sie!" Parken sie oft vor der Mountainbikestrecke, Kleinflughafen? Wie wäre es den mit einer Lebensversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung? Lebensversicherung haben Sie schon...? Dann müssen wir die Prämie wohl nochmal neu berechnen.

So wie heute die Behörden Zugriff auf die Bankdaten haben werde sie dann auch Zugriff auf die Telematikdaten haben. Straftzettel schreibt dann der Computer... aber man darf sich ja zu den Vorwürfen äußern. Die Blackbox lügt aber nicht...
Geschwindigkeit, Standort, Abstandsradar, Ampel-/Schildererkennung, Spurerkennungsassistent... Die Blackbox ist gesprächig.

Wenn die Strassentypen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbot etc. mit einfließen sollen, etc. dann braucht man auch die Standortdaten und hat ein vollständiges Profil des Fahrzeugs. Das kann man dann auch noch auf den Fahrer herunterbrechen, je nachdem welcher Schlüssel verwendet wird der über das Fingerabdruck-Keyless System, wird dieser einem Fahrer zugeordnet, man bekommt ja auch einen Bonus als Wenigfahrer.

Fertig ist das Bewegungsprofil.

Vielleicht kommen ja auch noch andere Kriterien dazu. Sie fahren immer zu den Stoßzeiten...ooohh, da ist das Unfallrisiko aber höher. Besonders viel Landstrasse? An Unfallschwerpunkten?

Das mag ja für Mutti, die die Kinder nur zur Schule fährt und zum Einkaufen nicht besonders interessant sein. Aber ich stelle mir z.B. Dienstwagenfahrer vor die dann zum Rapport bei Ihrem Chef antanzen müssen, selbst wenn sie das Fahrzeug in ihrer Freizeit "unangemessen" bewegen.

Man weiss immer, wann, wer, wo und wie unterwegs ist. Das nenne ich Totalüberwachung. Dagegen ist Fahrtenbuch, Flotten-GPS, Mautdaten oder Tachoscheibe Kindergarten.

Bei Payback kann ich noch aussuchen ob ich das mitmachen will. Eine Haftpflichtversicherung für mein Auto muss ich haben.

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