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  • Schmunzelkunst

194 Beiträge seit 26.03.2008

Zum letzten Absatz

Der Fall aus dem Jahr 2009 bezieht sich zwar noch auf die alte Version der Google-Bildersuche, die nur verkleinerte Vorschaubilder angezeigt hat. Heute werden im Suchergebnis neben den verkleinerten Vorschaubildern auch die direkt von den Quellseiten eingebundenen (geframten) Bilder in deutlich größerem Format präsentiert. Derartiges Framing ist allerdings lt. neuerer Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) grundsätzlich erlaubt und dies (überraschenderweise!) selbst dann, wenn nicht deutlich erkennbar ist, dass die Bilder von irgendwo anders her eingebunden wurden. Der BGH stützt sich auf die neue Rechtsprechung des EuGH.

Müßig, wenn auch nicht ganz von der Hand zuweisen, ist m. E. auch weiteres Argument der Google-Gegner. Demzufolge sind die verkleinerten Vorschaubilder, die Google nicht framt, sondern in der Tat auf seinen Server kopiert, heute deutlich größer als die Thumbnails, die das BGH-Urteil Vorschaubilder I im Jahr 2010 sanktioniert hat. Was soll's? Die direkt daneben präsentierten legal geframten Bilder sind ja noch größer.

Wenn ich mich recht erinnere, hat Google die Thumbnails bereits kurz nach dem BGH-Urteil Vorschaubilder I merklich vergrößert, was kaum einen Urheber gestört hat. Was jetzt hauptsächlich stört, ist anscheinend die gesamte Umstellung auf das neue Design, insbesondere wegen des Framings, über das der EuGH aber bereits positiv entschieden hat. Sag jetzt bloß, keiner, das gilt aber nur für Videos ;-).

Genaueres siehe z.B. hier:

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/urheberverbaende-fordern-aenderungen-google-bildersuche/

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