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  • Mirror

mehr als 1000 Beiträge seit 08.03.2003

Jetzt erst?

Bisher hat jedes Bundesland seine eigene Krüppellösung auf die Beine gebracht, die bereits Unsummen verschlungen hat.

Aufgrund der mutmaßlich bundesweiten Inkompatibilität untereinander dürfte kaum eines der Systeme in der Lage sein, sich in ein überregionales System integrieren zu lassen.

Gefragt ist also ein neues einheitliches System, das auf die bewährten Register wie AZR und BZR sowie Schwarze Listen, Bürgerlisten und Terrorlisten zugreifen kann.

Wie das aber so ist, liefern deutsche Programmierhütten überwiegend leider nur Schrott ab und verbrennen Geld. Siehe Die Mautbrücken Software von T-Systems. Da musste erst ein Abteilungsleiter fliegen bevor was fürs Geld passierte.

Also kann man nur hoffen das bei der Ausschreibung nicht die billigste Hinterhofklitsche genommen wird. Denn billig kann nur billig.

Vor Sommer 2018 passiert sowieso nicht viel, weil man heute noch nicht einmal die Größenordnung des Projektes bemessen und erahnen kann. Vermutlich hängt dann mal wieder jeder "Wichtige, aka Entscheider" seine Wurst in den Pool und will Extrafunktionen, die das System verteuern werden.
Bis das alles nach Brauchbarkeit und Machbarkeit geprüft wurde vergeht wieder viel Zeit.

Die einzigen, die mit ihrem neuen System etwas Glück hatten war das BAMF mit MARIS. Das alte umprogrammierte Lagerverwaltungsprogramm Asylon wurde komplett neu aufgelegt und mit neuen Schnittstellen versehen.

Ich drück dann mal vorsichtig die Daumen das 2020 was brauchbares an den Start geht.
Ansonsten war es mal wieder typisch Deutsch, also Griff ins Klo hoch 10.

Letztlich der Traum eines Ermittlers, lässig vor dem PC zu hocken, alle Daten zur Person zu rastern, die KI entscheiden zu lassen und nach fünf Minuten automatisch den unterschriebenen Haftbefehl oder den Durchsuchungsbeschluss ausgedruckt zu bekommen.

Polizeiarbeit pur.

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