Menü
Avatar von Stimmy
  • Stimmy

40 Beiträge seit 22.01.2018

Deutschland hat's schlicht verpennt

Inzwischen sind VDSL und Koax eben so schnell, dass "Otto Normalverbraucher" auf absehbare Zeit kaum höhere Geschwindigkeiten brauchen wird.

Damit wird's für eigenwirtschaftlich finanzierte FTTH-Provider immer schwieriger, die nötige Kundenzahl zu erreichen: Wieso soll man den Garten aufgraben lassen und den Provider wechseln, wir haben doch schon schnelles Internet!

Meiner Meinung nach hätte man vor 15 bis maximal 10 Jahren beginnen müssen, flächendeckend FTTH oder wenigstens Leerrohre dafür zu verlegen.

Außerdem ist die Telekom sehr gut darin, solche FTTH-Projekte zu sabotieren. Wenn ein FTTH-Ausbau geplant wird, kündigt die Telekom ganz schnell VDSL-Ausbau an, gern nur für einen Teil des geplanten FTTH-Ausbaugebiets. Im Idealfall bleiben dann genug Kunden bei der Telekom, um den FTTH-Ausbau scheitern zu lassen, das ist schon mehrfach passiert.
Solange die Kunden schön brav 35€/Monat für 16 Mbit/s zahlen, von denen sie nur 2 Mbit/s bekommen, ist das der Telekom egal. Sie wird erst aktiv, wenn sie Kunden zu verlieren drohen.

Und wenn ich mir die neuen Baugrundstücke für Ein- und Mehrfamilienhäuser hier in der Gegend so anschaue, werden da genau 4 Leitungen hingelegt. Strom, Wasser, Telefon, Kanal. Nicht mal TV-Kabel wird zu Neubauten verlegt, obwohl TV-Kabel in der Gegend recht verbreitet ist.
Warum kann man nicht einfach ein Lerrrohr zum nächsten Verteilerkasten mit reinlegen, und in der Straße parallel zu den Stromkabeln noch ein paar Leerrohre von Verteiler zu Verteiler legen? Die Rohre kosten kaum was; wenn man sie im Endeffekt nie braucht hat man deutlich weniger Geld verschwendet als wenn man nachträglich nochmal aufgräbt um Glasfaser oder irgendwas anderes zu verlegen.

Trotzdem bin ich dafür, FTTH mit öffentlichen Geldern zu fördern. Jeder der einen Telefonanschluss hat soll auch FTTH bekommen können.

Bewerten
- +
Anzeige