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  • mariw

177 Beiträge seit 19.04.2011

Homosexualität als Geisteskrankheit? Gestern, heute, morgen?

Homosexualität wurde nicht nur „entkriminalisiert“.

Anfang der 80'er Jahre wurde diese „Geisteskrankheit“ auch nach
Stürmung der APA-Konferenz in den USA aus dem „Diagnosekatalog“ DSM
herausgenommen. 
Das wird oft vergessen! 
"Die Einstellung gegenüber der Homosexualität änderte sich in den
Siebziger Jahren, als im Umfeld einer großen Debatte Homosexualität
nicht mehr als Verhaltensstörung, sondern als eine neue sexuelle
Orientierung angesehen wurde, die ebenso legitim sei wie die
heterosexuelle.

Demzufolge wurde 1973 die Homosexualität aus dem Internationalen
Katalog der psychiatrischen Erkrankungen, dem DSM (Diagnostic and
Statistical Manual of Mental Disorders), gestrichen trotz deutlicher
Debatten. Bis dahin wurde Homosexualität als eine psychische Störung
anerkannt. Die Entscheidung wurde polemisch gefasst und nahm ihren
Ausgang beim Kongress der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung
(APA) in San Francisco, der Stadt also, die sich damit rühmt, die
höchste Bevölkerungsdichte an gays in aller Welt zu beherbegen. Bei
dieser Gelegenheit wurde das Kongresszentrum von San Francisco, wo
die Versammlung der APA stattfand, wortwörtlich von Aktivisten der
Gay-Community eingenommen. Sie verhinderten den normalen
Sitzungsablauf. Die Beiträge von Psychiatern mit anerkanntem
Renommee, die sich der Erforschung und Behandlung der Homosexualität
widmeten, wurden boykottiert. Die Wende war dabei noch nicht ganz
eindeutig und erlangte lediglich 58 Prozent der Voten. Die Streichung
der Homosexualität aus dem Katalog psychischer Erkrankungen war
folglich eine erzwungene politische Entscheidung und nicht das
Ergebnis einer wissenschaftlichen Analyse."
Hier:
http://www.erziehungstrends.de/node/164

Psychische Krankheit oder nicht also nach demokratischer Abstimmung!

ACHTUNG:
Die Psychiater wollen das aber wieder rückgängig machen:
"Schwule sind geistesgestört? - Reparative Therapien und das DSM" 
http://freie-radios.net/24017

Das sollte im Auge behalten werden und die Community mal zum
Nachdenken anregen. 
Denn:

Zusammen mit dem in der BRD gerade geplanten
Zwangsbehandlungsgesetzgebung ergibt sich eine ganz reale neue, alte
Gefahr auch für Schwule als "ehemals Geisteskranke" (und LBGT). 

Am 10. Dezember fand  die Anhörung zum Gesetz im Rechtsausschuss
statt:
"Anhörung zu gesundheitlicher Zwangsbehandlung"
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/41914583_kw50_pa_re
cht_zwangsbehandlung/index.html 

Hier das Gegengutachten: 
"Stellungnahme
Zur Frage der Verfassungskonformität des Entwurfs einer Neufassung
der §§ 1906 BGB, 312 ff. FamFG als Eingriffstatbestand für eine
Zwangsbehandlung mit Neuroleptika."
http://www.psychiatrierecht.de/stellungnahme_1906_bgb.htm 

Hier die Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte
dazu:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publ
ikationen/Stellungnahmen/MSt_2012_Stellungnahme_Psychiatrie_und_Mensc
henrechte.pdf

Mehr dazu:
"Wollen sie uns zeigen, dass wir Untermenschen sind?
Enthemmung im politischen Zentrum der Gesellschaft"
http://www.die-bpe.de/ 
Und: 
http://www.zwangspsychiatrie.de/aktuelles/ 
http://www.zwangspsychiatrie.de/kampagnen/zwangsbehandlung-illegal/ 

Um sich abzusichern, kann man nur allen empfehlen, sich eine PatVerfü
zuzulegen:
Geisteskrank? Ihre eigene Entscheidung!
http://www.patverfue.de/ 
PatVerfü - Die schlaue Patientenverfügung

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