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  • Gonzilein

981 Beiträge seit 28.04.2006

Wieder einmal ein paar Gedanken von Gonzi

Diese Komödianten (sie selbst nennen sich lieber "Regierung")
erzählen dem Urnenpöbel, dass sämtliche gesellschaftlichen Probleme,
die es mit oder wegen Jugendlichen (angeblich - viele dieser
"Probleme" sind m.E. nur herbeigeredet!) gibt, mit Verboten regeln
und aus der Welt schaffen zu können. Willkommen im Mittelalter! Und
sie denken dabei (nein, sie hoffen), dass es niemand merkt, dass sie
Unsinn machen. Aber auch das ist egal, schließlich machen sie ja was
und das wiederum begründet eine erneute Diätenerhöhung. scnr...

Mal abgesehen davon, dass m.E. Spiele - egal welche - schlechterdings
geeignet sind, ernsthafte und vor allem schwerwiegende Probleme in
eine Gesellschaft zu tragen, frage ich mich, ob die Damen und Herren
allen Ernstes glauben, dass sie mit Verboten irgendetwas ändern?
Soweit mit bekannt, ist das Morden schon länger verboten. Hat es was
gebracht? Nein! Aber bei Spielen hilfts... Naja, wie sagte mal ein
Kabarettist: Das ist eine christliche Partei, denen muss man das
einfach _glauben_!

Zurück zum Thema:
Ich pers. sehe in diesem Gesetz eine ganz andere Gefahr. Das ist m.E.
nur ein weiterer Versuch, endlich eine funktionierende Zensur in .de
zu etablieren. Man kriminalisiert einfach irgendetwas (in diesem
Falle Spiele) um bei den kommenden Onlineschnüffeleien wenigstens
etwas zu finden.

Ich pers. bin zwar kein "Zocker", das heißt aber noch lange nicht,
dass ich mir von diesem merkwürdigen Staat sagen lassen möchte, was
ich als Erwachsener zu tun und zu lassen habe an meinen Rechnern oder
(habe zwar keine) Konsolen!
Und ehrlich, in meinem Bekanntenkreis sind etliche Leute, die gerne
mal "zocken". Wo ist das Problem? Sie haben halt Spass daran und gut
ist.

Wenn es diesen Komödianten wirklich um JUGENDSCHUTZ im Wortsinne
geht, habe ich da mal ein paar simple Fragen:
- wie wäre es, wenn man verhindern würde, dass Kinder und Jugendliche
in .de (einem der reichsten Länder dieses Planeten) in Armut leben
müssen?
- wie wäre es, wenn man Jugendlichen und Kindern, egal wie die Eltern
sozial gestellt sind, Freizeitangebote macht, die sie von den
Daddelkisten "weglocken"?
- wie wäre es mit einer soliden Bildung?
- wie wäre es mit Lehrstellen?
- wie wäre es mit Arbeitsplätzen?
- wie wäre es mit der Durchsetzung der bestehenden
Jugendschutzgesetze? (ohne Kiddies als Köder zu missbrauchen)
- wie wäre es mit Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche? (Ich
meine FREIEN Zugang zu allen - auch politisch unliebsamen - Medien)
- wie wäre es, wenn Politkasper den lieben Kleinen nicht von Anfang
an zeigen, dass Lügen, Bestechung, und "Quacksalberei" zum "Erfolg"
führen?
- wie wäre es, den Jugendlichen einmal den Widerspruch zwischen
"Killerspielverbot" und der Teilnahme an Angriffskriegen vor Augen zu
führen? (ach nein, geht ja nicht, denn dann wäre der vorige Punkt
obsolet)
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen! Kurz gesagt: Wenn die
Kinder und Jugendlichen über eine fundierte Bildung verfügen würden
und gelernt hätten, einmal selbst zu denken, dann würde diese
"Regierung" mit Sicherheit ganz andere Sachen verbieten! Verlasst
Euch drauf! (Das darf jetzt jeder so interpretieren, wie er
möchte...)
Garantiert wird auch jemand daher gelaufen kommen und sagen: bei Dem
und Dem haben wir das alles probiert, hat aber nicht gefruchtet, also
_müssen_ wir ja nun die Spiele für _alle_ verbieten.
Hallo? Noch jemand zu Hause im grauen Zellhaufen? Wenn einige wenige
immer und immer wieder über die Stränge schlagen, ist das noch lange
kein Allgemeines Problem! Auch bei diesen Jugendlichen hat jegliche
Sozialarbeit versagt, nix weiter! Außerdem ist es von nicht
zulässiger "Sippenhaft" nicht weit weg, wenn alle drunter leiden
sollen, weil einer spinnt.
Des weiteren ist ein Staat, der seine Jugendlichen lieber mit
Verboten gängelt, als an die wirklichen Ursachen zu gehen, in meinen
Augen einfach lächerlich!
Wie war das noch gleich? Eine Gesellschaft erkennt man an ihrem
Umgang mit Kindern und Alten....
Beides in .de sehr umsorgte Bevölkerungsgruppen!

In irgendeinem Posting diese Woche zu diesem Thema habe ich folgendes
gelesen und fand es echt super! (sinngemäß): "Das Verbot von
"Killerspielen hat was. So lernen die lieben Kleinen frühzeitig, wie
man sich diese Spiele aus dem Net besorgt, ohne dass es jemand (von
staatlicher Stelle) mitbekommt. Mit diesem Wissen sind sie dann aber
auch bestens gerüstet für den kommenden Überwachungsstaat!"
Auch diese Aussage hat einiges für sich! Zwar war das so bestimmt
nicht von der Unionsbarbie (von der Leyen) geplant, aber das zeigt,
in welche Wählerrichtung bei solchen Gesetzen geschielt wird!

Na wie auch immer, ich pers. halte dieses Ansinnen für absoluten
Blödsinn! Wenn jemand das Recht zur Kontrolle der Kinder und
Jugendlichen zusteht, so sind es die Erziehungsberechtigten, meist
die Eltern, niemals jedoch dem Staat!
Und hier liegt ein weiteres Problem in solchen Gesetzen. Wenn der
Staat sich herausnimmt, zu verfügen, was gut und was schlecht für die
Jugend ist, so kann man doch recht sicher sein, dass es um
Beeinflussung der Jugend in seinem (des Staates) Sinne geht! Sowas
funktioniert nicht von heute auf morgen, aber längerfristig gesehen,
macht das einen Sinn! So - und nur so - kann man auf lange Sicht die
Gefahr eines Moralwechsels zumindest in Grenzen halten. Und wenn erst
einmal zwei, drei Generationen mit der Moral von der Ersten
Generation durch die Welt stampfen, dann geht von denen keine direkte
Gefahr für bestehende Machtstrukturen aus!
Und - um diesen Gedanken einmal weiter zu spinnen - stelle ich mal
die These auf, dass VDS, OD, Hackerparagraph, Viedeo- und
Lauschangriff usw. ausschließlich für evtl. "Abweichler" ins Rennen
geschickt wurden und werden! So gesehen, hat der Politkasperspruch
"Wer nichts zu verbergen hat...." wiederum einen Sinn!
Dass der ganze Kram gegen Terror - welchen eigentlich? - helfen
könnte, glauben garantiert nicht mal Politiker!

Es mag sein, dass der Eine oder Andere geneigte Leser, nun der
Meinung ist, dass ich das Ganze etwas sehr weit hergeholt habe. Zur
Zeit mag das teilweise sogar stimmen. Aber in spätestens 5-10 Jahren
sieht die Welt anders aus, zumindest in .de! Und sie wird nicht
besser, soviel ist klar! Es ist m.E. mehr als fraglich, ob wir dann
noch in dieser Form miteinander Gedanken austauschen können, die
nicht Mainstreamkonform sind. Aber das würde jetzt ein anderes Thema
werden. Meine Gedanken dazu poste ich bestimmt einmal an passender
Stelle.

Ein Anliegen habe ich aber noch. Ist zwar hier auch fast völlig OT,
aber egal.
Bitte denkt alle an den 31.05.2008!!! Da ist wieder eine Chance, den
Herrschenden zu zeigen, dass wir, die _nicht-ja-Sager_ noch längst
nicht ausgestorben sind! Schön wäre es, wenn wir mehr werden würden.
(Zumindest ich arbeite ja dran...)
www.freiheit-statt-angst.de

Wie immer bedanke ich mich für das Lesen meiner Gedanken.

MfG

Gonzi


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