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Avatar von küsschen
  • küsschen

mehr als 1000 Beiträge seit 26.05.2000

Re: Gesicht Zeigen ? Waffen für alle

[Fortsetzung]

> Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Meiner
> Meinung nach ist es weniger die Aufgabe der Polizei, 
> Demonstranten zusammenzuschlagen, weil sie eine Sonnenbrille
> aufhaben oder unschuldige Menschen in Abschiebeknaeste zu
> sperren und in Folterlaender zu deportieren.

> Es ist aber sehr wohl ihre Aufgabe, gewalttaetige Angriffe auf
> andere Menschen zu verhindern und notfalls mit Gewalt zu 
> unterbinden. Das gilt besonders fuer bewaffnete Angriffe,
> denn hier ist es besonders wichtig, erstens professionell
> und zweitens verhaeltnismaessig vorzugehen. Das kann am besten
> jemand, der dafuer ausgebildet und staendig trainiert ist,
> der hat bessere Chancen, einen Angreifer durch einen Schuss
> in Arm oder Bein kampfunfaehig zu machen als ihn in Panik
> mit zig Schuss vollzupumpen. Und dadurch, dass Zivilisten
> nicht einfach die Knarre auspacken und losballern, bleibt
> alles uebersichtlicher.

Mein Lösungsvorschlag: Polizei abschaffen und konkurrierende
Wachdienste einführen. In irgendeiner alten Capital war mal ein
Berechnung, dass in einem solchen Szenario bei gleichem
Dienstleistungsumfang die Kosten auf ein siebtel des jetzigen
Steueraufkommens für die Polizei reduziert werden könnten.
Und jetzt komm bitte nicht mit dem Argumnt, dass die sich dann ja
gegenseitig abschiessen würden. Solches wäre nämlich aus
marktwirtschaftlichen Erwägugnen kontraproduktiv.
Und ein weiterer Vorteil würde entstehen: Die ganze
Schutzdienstleistung würde wesentlich transparenter werden und die
Korruptionsgefahr ist bei einem Polypol bekanntlich äußerst gering, im
Gegensatz zum Monopol.

> > Wir lernen in der Schule standarmäßig nicht den Schutz
> > des eigenen Lebens. 

> Doch. Wir lernen den sachgemaessen Umgang mit Technik,
> mit Gas, Elektrizitaet, Strassenverkehr und den sinnvollen
> Umgang mit unserer Gesundheit. Das sind die wichtigen
> Aspekte, um in unserer Gesellschaft am Leben zu bleiben. 

Die Diskrepanzen zw. den sozialen Schichten werden immer stärker. Das
bringt ein steigendes Gewaltaufkommen in unserer Gesellschaft mit sich.
Die Schule darf vor dieser Realität die Augen nicht verschließen.
 
> [ Umgang mit Gewalt .. ]
> > In einer durchwaffneten und dafür auch ausgebildeten
> > Gesellschaft würden die Menschen nicht so schnell den
> > Kopf verlieren, weil sie auf den Umgang mit gewalttätigen 
> > Situationen vorbereitet sind.

> Ich sehe nicht ein, dass man eine waffenstarrende Gesellschaft
> fuer weniger Gewalt braucht. Das funktioniert nicht, es hat
> nie funktioniert und wird nie funktionieren. Gerade tyrannische

Sag mir doch EIN System, DAS funktioniert.

> Regime wie das NS-Regime und die Terrorregime in Iran und
> Afghanistan existieren sehr gut mit einer allgemeinen Verbreitung
> von Waffen.
>  
> Umgang mit Gewalt heisst sicher Stellung beziehen, Risiken
> eingehen. Es heisst aber vor allem, einen kuehlen Kopf zu
> behalten und zu deeskalieren statt zuzuspitzen. Ich hatte
> frueher oft ein Messer dabei. Nachdem zweimal Auseinander-
> setzungen zu Messerstechereien eskaliert waren und zu 
> Verletzungen fuehrten, habe ich das Ding zu Hause gelassen. 
> Danach kam es kaum noch zu Pruegeleien, schon weil ich eher
> defensiv an die Sache heranging und wenn ein anderer ein 
> Messer auspackte, eher abwiegelte, darauf hinwies, dass ich
> unbewaffnet
> war und der Waffeneinsatz feige etc. 

Da hast Du Glück gehabt und ich wünsche Dir auch weiterhin viel, viel
Glück dabei. Das meine ich völlig ernst.
Ich war bereits in Situationen, wo es nicht meiner Entscheidung
überlassen war, ob ich gesund bleibe, krankenhausreif geschlagen oder
getötet werde. Ich möchte mein Recht ausüben dürfen, das Risiko zu
minimieren, dass ich nochmal in solche Situationen absoluter
Ausgeliefertheit gerate.

> (ja, ich 
> hab mich zeitweilig in etwas rauheren Ecken rumgetrieben). 
> Bei einer Schusswaffe ist die Eskalationsstufe noch hoeher
> und man kommt noch schwerer von ihr runter.

Relativ - wenn einer mit einer Pistole auf mich zielen würde, würde ich
wenn möglich versuchen wegzurennen. Wenn jemand Wurfsterne zückt,
bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als den Menschen anzugreifen -
und davor habe ich mehr Angst, als vor einer Pistole.
Zumindest ist das Pistolenniveau das höchste sinnvolle Nahkampfniveau.
Sie schafft quasi ein Patt, egal ob der Angreifer eine Pistole,
Wurfsterne, ein Messer oder dicke Muskeln gepaart mit wilden
Aggressionen hat. Ich bin kein Psychopath und kein Gewalttäter. Ich
möchte aber nie wieder hilflos solchen Personen gegenüber stehen
müssen. Ich bin ja kompromissbereit; wie wäre es, z. B. mit einer Art
Waffenführerscheinprüfung, inkl. psychologischer Durchleuchtung, die
jemanden berechtigt, Waffen mit sich zu führen?


> Wie gesagt: Schusswaffen haben im Privatleben nix zu 
> suchen. Punkt.

Du hast das Recht dazu, diese soweit es möglich ist aus Deinem Umfeld
zu verbannen.
Sie sind aber leider da - und vermehren sich rasant. Das ist die
Realität, die wir nicht länger ignorieren dürfen und in unserem
Gesellschaftsvertrag berücksichtigen müssen.
 
> a^2

küsschen


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