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Re: Darum Lifelogging

vk schrieb am 28. Juni 2014 15:00

> Im Gegensatz zu der Ansicht von Viktor Mayer-Schönberger (siehe dazu
> sein Buch Delete: The Virtue of Forgetting in the Digital Age[2]) ist
> es
> nicht zwangsweise so, dass man seine gesammelten Daten immer nur in
> der Cloud aufbewahren muss. Ich selber lösche fast nichts, archiviere
> fast alles und habe kaum Daten von mir in irgendeiner Cloud. Das
> bedeutet natürlich, dass man Verständnis, Bewusstsein und Wissen
> aufgebaut haben muss, um Lifelogging-Vorteile zu bekommen, ohne, dass
> man Daten an Cloud-Anbieter verschenkt.

Genau das ist der Punkt: So gut wie alle aktuellen Projekte zielen
bereits in der Kernidee darauf ab, Daten abzusaugen. Die Daten per
Default ausschließlich im eigenen Speicher zu halten und *niemandem*
sonst mitzuteilen, ist überhaupt nicht vorgesehen.

Aus genau diesem Grund sind die meisten Projekte gleich beim ersten
Ansehen für mich erledigt. Meine erste Frage ist grundsätzlich: Wo
wird gespeichert, wer hat Zugriff? Wenn dabei nicht als *erste*
Antwort "Die eigene Festplatte/der eigene Webserver" kommt und jede
weitere Möglichkeit ohne funktionale Nachteile optional und per
Default abgeschaltet ist, ist das Thema durch.

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