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  • Odde23

898 Beiträge seit 16.10.2009

Kosten durch DSGVO für Kleinbetriebe völlig unverhältnismäßig

Als Inhaber eines Kleinbetriebs kämpfe ich seit Monaten mit der Umsetzung der DSGVO. Das Ganze ist ein riesiger bürokratischer Moloch, der meines Erachtens den Datenschutz für Betroffene aktiv nicht verbessert, dem Verantwortlichen aber enorme bürokratische Arbeit abverlangt. So muss die gesamte IT-Infrastruktur dokumentiert werden, sämtliche Sicherheitsmaßnahmen müssen dokumentiert werden, sämtliche Anwendungen müssen dokumentiert werden und zu guter Letzt müssen sämtliche Datenverarbeitungsprozesse beschrieben werden. Ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten muss erstellt werden (gut, gab es bisweilen auch), die TOM müssen überarbeitet werden (hatten wir auch schon), die Datenschutzerklärung wird deutlich länger. Ferner müssen zig Verantwortlichkeiten definiert werden und für alles Mögliche ein Prozess erstellt werden.

Ergebnis: Beratungskosten im deutlich vierstelligen Bereich und viele Wochenenden und Nächte als Chef im Büro, um die den Wust an Papierkram zu erledigen. Die Anforderungen des Steuerrechts und der Abgabenordnung sind jedenfalls deutlich leichter zu erfüllen.

Btw. Kosten durch Anpassungen an Systemen haben wir dabei kaum, da wir auch so schon immer auf dem Stand der Technik waren und sehr viel Wert auf Datensicherheit, Datenschutz, Datenverfügbarkeit und Datenintegrität gelegt haben. Alleine schon aus völlig egoistischen Eigeninteressen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.01.2018 10:27).

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