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  • mimacom

mehr als 1000 Beiträge seit 17.08.2001

Und ich dachte schon an ein Wunder...

Moin!

Trotz der Überschrift traute ich eben beim Anfang des Artikels meinen
Augen nicht, sollte die Content-Mafia tatsächlich zur Einsicht
gelagen, "Erweiterung legaler Angebote", "netzübergreifend",
"Kooperation" der unterschiedlichen Medienersteller, unfassbar. 
Aber dann doch nur wieder die gewohnten Klänge, "Three strike",
"Kostenlosmentalität", Netzbetreiber sollen gefälligst
"Kultur-Steuer"/"Schutzgebühren" an die Mafia entrichten (so lese ich
das), prima, die Welt ist wieder die alte.

Auf das Bushido-Beispiel, welches unglücklichst gewählt wurde, möchte
ich aber noch kurz eingehen. Persönlich müsste man mir für den Konsum
Geld bezahlen, aber es gibt ja verschiedene Geschmäcker und
Bildungsgrade. Auf einen zahlenden Kinobesucher kamen also 16
Laugucker - die Zahl finde ich zwar traurig (die 8 Millionen, die
sich sowas antun), halte sie aber für realistisch. Nur wo sollte das
verwundern? Ich nehme auch mal eine Zeitschrift mit Beilage-DVD mit,
für die ich aber nie im Leben das Kino besucht hätte oder eine
Vollpreis-DVD. Und wenn der Preis dann kostenneutral (wenngleich
illegal) ist, um so besser.
Bei diesen 8 Millionen sollte man die Zielgruppe nicht unter den
Tisch fallen lassen, die kann sich meist von ihrem Taschengeld nicht
viel Kino/DVDs leisten, somit ist der wirtschaftliche Schaden in
_diesem_ Fall höchstens marginal.
Mir als Software-Entwickler sind Kopien auch ein Dorn im Auge, aber
wenn ich für ein Produkt zig oder mehr Euro verlange, dann muss mir
klar sein, dass es sich nicht maximal verkaufen und eben auch kopiert
werden wird. Es ist allerdings nicht soo schwer, das optimale Mittel
zwischen Schmerzgrenze beim Kunden und Erlöswunsch des Entwicklers
bzgl. Umsatzmaximierung zu bestimmen, aber da herrscht bei der
Industrie ja eine bekannte Lernresistenz.

m
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