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  • kathul

mehr als 1000 Beiträge seit 16.04.2004

Wenn Politiker sich einer Sache annehmen kommt dabei idR. nichts Gutes bei raus

Kipo ist ein gutes Beispiel dafür.

Jeder Dorftrottel will sich profilieren und verweist
auf die ganz tollen Erfolge der Polizei und die prima
funktionierenden Filter in Schweden und England.

Die Wahrheit ist: Die Erfolgsquote der Polizei ist er-
bärmlich und die Filter funktionieren weder in England
noch in Schweden. Wie sollten sie auch. In einem optimalen
Szenario können die Filter Webseiten und öffentlich zu-
gängliche Inhalte ausblenden und diese können später 
Dicht gemacht werden. Das ist das Optimum. Das ist aber
nichtmal ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Kommerzielle Kipo ist eine Randerscheinung. Und innerhalb
dieser Randerscheinung ist der explizite Mißbrauch zum
Zweck der Kontentgenerierung nochmal eine Ausnahme.

Kipo wird überwiegend privat getauscht. Mitunter öffentlich.
Aber das heißt nicht, dass die Dateien irgendwo "frei" zu-
gänglich sind. Gescnweige denn von einem Filter erfassbar
sind. 

Für jedes MB das erfassbar ist dürfte es mindestens ein GB
geben, dass sich diesem enzieht. 

Bei genug konspirativer Energie, und das dürfte in diesem
Kreisen wohl nicht alzu schwer vorstellbar sein, wäre es
ohne weiteres Möglich Kipo über eine völlig harmloses Portal
für Blumenzüchter zu vertreiben.

Persönlich halte ich den Kampf gegen Kipo für Zeitverschwendung.
Kipo ist eine Sekundärstraftat, die immer einen Mißbrauch
voraussetzt. Wer Kipo bekämpft schützt keine Kinder. Aber
wer Mißbrauch eindämmen kann dämmt automatisch auch den
Nachschub mit frischer Kipo ein. Das Geld wäre im Kampf
gegen den Mißbrauch deutlich besser aufgehoben. Wenn man
aber aus politischer Profilierungssucht umbedingt Kipo
verfolgen will, dann sollte man das Geld in eine ver-
nünftige Ausbildung und Ausrüstung für die Ermittler 
stecken. Aber damit kann man dann dummerweise auch nur
Kipo eindämmen. Und nicht nebenbei noch Warez, unangenehme
Meinungen und Systemkritiker.
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